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Ex-DeepMind und OpenAI Forscher gründen Lab für künstliche Wissenschaftler

Periodic Labs, ein neues Startup aus dem Hintergrund, hat mit einer beeindruckenden Seed-Runde von 300 Millionen US-Dollar die Öffentlichkeit erreicht. Hinter dem Unternehmen stehen Ekin Dogus Cubuk und Liam Fedus, ehemalige Schlüsselmitglieder von Google Brain und DeepMind sowie OpenAI. Cubuk leitete dort die Forschungsgruppe für Materialwissenschaften und Chemie und war maßgeblich an der Entwicklung von GNoME beteiligt, einem KI-Tool, das 2023 über zwei Millionen neue Kristalle entdeckte – eine bahnbrechende Leistung für die Materialforschung. Fedus, ehemaliger Vice President of Research bei OpenAI, gehörte zum Kernteam, das ChatGPT entwickelte, und leitete die Entwicklung des ersten neuronalen Netzwerks mit einer Billion Parameter. Die Investorenliste ist ebenso exklusiv wie beeindruckend: Andreessen Horowitz, DST Global, Nvidia, Accel, Elad Gil, Jeff Dean, Eric Schmidt und Jeff Bezos haben das Unternehmen mit Kapital ausgestattet. Ziel von Periodic Labs ist es, die wissenschaftliche Entdeckung zu automatisieren – indem echte KI-Wissenschaftler geschaffen werden, die in autonomen Laboren physische Experimente durchführen, Daten sammeln, lernen und iterativ neue Materialien finden. Diese Labore sollen Roboter einsetzen, die selbstständig Substanzen mischen, erhitzen, analysieren und neue Hypothesen testen. Zunächst konzentriert sich das Team auf die Entwicklung neuer Supraleiter, die effizienter und energiearmer als aktuelle Materialien sein sollen. Gleichzeitig verfolgt Periodic Labs den langfristigen Ansatz, alle physikalischen Daten, die bei diesen Experimenten entstehen, zu sammeln und als Trainingsdaten für zukünftige KI-Modelle zu nutzen. In einem Blogbeitrag betont das Unternehmen, dass die klassischen Quellen für KI-Trainingsdaten – insbesondere das Internet – mittlerweile erschöpft seien. Jetzt müsse die KI auf echte physikalische Welt, die durch autonome Labore generiert wird, zugreifen. Obwohl Periodic Labs mit seinem Team und Kapital eine führende Position einnimmt, ist es nicht das einzige Unternehmen, das sich mit „KI-Wissenschaftlern“ beschäftigt. Seit 2023 gibt es eine wachsende Zahl von Start-ups wie Tetsuwan Scientific und Non-Profits wie Future House oder die Acceleration Consortium der Universität Toronto, die ähnliche Ziele verfolgen. Doch die Kombination aus exzellenten Forschern, riesigem Kapital und einer klaren Vision macht Periodic Labs zu einem der vielversprechendsten Projekte im Bereich der automatisierten Wissenschaft. Industriebeobachter sehen in dem Schritt einen Wendepunkt: „Dies ist der erste ernsthafte Versuch, KI nicht nur als Analysewerkzeug, sondern als aktiven Forscher im Labor einzusetzen“, sagt ein Experte für KI-Integration in der Materialforschung. Die Fähigkeit, aus physikalischen Experimenten kontinuierlich neue Daten zu generieren, könnte die Entwicklung von Materialien für Batterien, Quantencomputer und grüne Energietechnologien beschleunigen. Wenn die Vision gelingt, könnte Periodic Labs nicht nur neue Materialien, sondern auch eine neue Art der Wissenschaft schaffen – eine, die von KI gesteuert, aber menschlich inspiriert ist.

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