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Arm startet Neoverse CSS N4 mit bis zu 128 Kernen

Arm hat die nächste Generation seines Neoverse-Compute-Subsystems N4 vorgestellt und zugleich die erweiterten Deployments des eigenen AGI-Prozessors bekanntgegeben. Die Neoverse CSS N4, die auf dem TSMC-N3P-Prozessknoten basiert, unterstützt pro Die bis zu 128 Neoverse-N4-Kerne mit Taktraten von bis zu 3,8 Gigahertz. Das Semi-Custom-Modul ermöglicht Kunden eine individuelle Konfiguration von Kernanzahl, Cache-Größen, E/A-Schnittstellen und Konnektivität. Technisch umfasst die Plattform bis zu 256 Megabyte L3-Cache pro Die, bis zu zwei Megabyte L2-Cache pro Kern sowie je 64 Kilobyte L1-Instruction- und L1-Data-Cache. Für den Speicher greift das System auf DDR5 oder LPDDR6 zurück, während die Datenleitungen PCIe 7/6 und CXL 4.0 mit bis zu 128 Lanes bedienen. Über UCIe-Schnittstellen und Partner-spezifische Protokolle lassen sich Multi-Chiplet- und Multi-Socket-Designs skalieren. Arm gibt eine Verdopplung der Socket-Leistung gegenüber Neoverse N3, eine um 25 Prozent verbesserte Performance pro Watt sowie eine um 75 Prozent gesteigerte Speicherbandbreite an. Im Gegensatz zu den V-Serie-Kernen, die für maximale Performance in High-End-CPUs wie Nvidia Grace, AWS Graviton oder Google Axion vorgesehen sind, zielt die N-Serie auf effiziente Cloud-Architekturen und spezialisierte Beschleuniger ab. Das CSS-Programm beschleunigt die Entwicklung semi-custom Siliziums, wobei traditionell wenige große Partnerverträge ausreichen, um Plattformen in den Markt zu bringen. Konkretes Silizium auf Basis von Neoverse N4 wird voraussichtlich nicht unmittelbar verfügbar sein, da es sich primär an Chipdesigner richtet. Parallel dazu erweiterte Arm das Ökosystem seines eigenen AGI-Prozessors, der auf Neoverse-V3-Kernen basiert. Oracle und ByteDance treten den bereits bekannten Kunden wie Meta, Lenovo, SAP, OpenAI und Cloudflare bei. Der AGI-Chip ist als Dual-Die-Design auf dem drei-Nanometer-Knoten realisiert und vereint bis zu 136 Kerne, 272 Megabyte L3-Cache und Taktraten von bis zu 3,7 Gigahertz. Im Gegensatz zu etablierten x86-Designs integriert Arm Speicher- und E/A-Controller direkt auf demselben Die, was Latenzen von unter 100 Nanosekunden bei bis zu drei Terabyte DDR5-8800-Speicher ermöglicht. Interne Schätzungen des Herstellers deuten auf eine über doppelt so hohe Rechenleistung pro Rack im Vergleich zur neuesten x86-Generation hin. Die Ankündigungen unterstreichen Arms strategische Ausrichtung: Während AGI als Referenzdesign für maximale Datenzentrumskapazitäten dient, stärkt Neoverse CSS N4 die Position des Unternehmens als Enabler der Halbleiterindustrie. Durch die Kombination aus effizienten Standard-IP, modernster Fertigung und flexiblen Semi-Custom-Strukturen festigt Arm seine Marktposition im Cloud- und Rechenzentrumsumfeld und ermöglicht Partnern die rasche Markteinführung maßgeschneiderter Prozessoren.

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