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Waymo expandiert weltweit, während Zoox und Tesla starten

2025 markiert einen entscheidenden Meilenstein für die Entwicklung von Robotaxis: Was einst Science-Fiction war, ist nun eine etablierte, kommerziell genutzte Mobilitätsform in mehreren Großstädten weltweit. Alphabet-Tochter Waymo führt die Branche an und erweitert ihr Angebot in den USA auf fünf Märkte – Austin, San Francisco Bay Area, Phoenix, Atlanta und Los Angeles – mit über 14 Millionen Fahrten im Jahr 2025 und einer prognostizierten Gesamtzahl von mehr als 20 Millionen seit Start 2020. Im November erreichte Waymo 450.000 wöchentliche bezahlte Fahrten. Das Unternehmen plant einen ambitionierten Ausbau bis 2026: Einführung in Dallas, Denver, Detroit, Houston, Las Vegas, Miami, Nashville, Orlando, San Antonio, San Diego und Washington, D.C., sowie die erste internationale Expansion nach London. Zudem testet Waymo in New York und Tokio, um die Leistung unter extremen Bedingungen zu prüfen. Auch neue Funktionen wie die Nutzung von Autobahnen und die Erweiterung auf Jugendliche ab 14 Jahren in Phoenix zeigen die fortschreitende Integration in den Alltag. Trotz Erfolgen steht Waymo vor Herausforderungen: Unfälle mit Tieren in San Francisco und Los Angeles, eine Software-Recall wegen illegaler Schulbusüberholungen in Texas sowie Kritik an aggressivem Fahrverhalten lösen öffentliche Besorgnis aus. Die finanziellen Zahlen zeigen jedoch Wachstum: Der „Other Bets“-Bereich, der Waymo umfasst, erzielte im dritten Quartal 2025 Umsätze von 344 Millionen Dollar, trotz eines Verlustanstiegs auf 1,43 Milliarden Dollar. Amazon-Tochter Zoox startete 2025 mit öffentlichen Fahrten in Las Vegas und San Francisco mit seinen einzigartigen, steuerungslosen Fahrzeugen mit Innensitzkonfiguration. Aktuell sind die Fahrten kostenlos, da noch keine kommerzielle Genehmigung durch die NHTSA vorliegt. Zoox plant, ab 2026 Gebühren zu erheben, nachdem es bereits eine Ausnahmegenehmigung für Demonstrationsfahrten erhalten hat. Das Unternehmen baut eine neue Fabrik im San Francisco Bay Area mit einer Kapazität von 10.000 Fahrzeugen jährlich. Doch auch Zoox erlebt Hürden: Software-Recalls wegen Phantombremsen und Unfälle mit E-Scooter-Fahrern sowie einem Fahrzeugunfall in Las Vegas haben die Sicherheitsdiskussion verstärkt. Tesla bleibt hinter den Erwartungen zurück, obwohl Elon Musk seit Jahren von „Autonomie“ spricht. Im Jahr 2025 startete Tesla einen Pilotbetrieb mit „Full Self-Driving“ (FSD) Rideshare in Austin und San Francisco, allerdings mit menschlichen Sicherheitsfahrern an Bord. Die App wurde bereits 529.000 Mal heruntergeladen – deutlich mehr als Waymos App – doch die Zahl der Fahrzeuge bleibt gering (bis Ende 2025 etwa 60). Ein Video eines einschlafenden Fahrers in Kalifornien löste Aufsehen aus. Obwohl Tesla bereits Fahrzeuge ohne Besatzung auf öffentlichen Straßen testet, fehlen weiterhin die Genehmigungen für kommerziellen Betrieb. Die Zahl der Unfälle mit FSD-Modellen bleibt gering, doch die hohe mediale Aufmerksamkeit bei jedem Vorfall bleibt eine Herausforderung. In China hält Baidu mit Apollo Go die Führung: Über 250.000 autonome Fahrten pro Woche, 17 Millionen Buchungen und 240 Millionen gefahrene Kilometer bis September 2025. Expansion in Abu Dhabi, Dubai, Guangzhou, Hong Kong und Europa steht an. Pony.ai und WeRide folgen mit Diensten in Shenzhen, Beijing, Guangzhou und internationalen Märkten wie Abu Dhabi, Riyadh und Belgien. WeRide hat bereits 1.600 Fahrzeuge im Einsatz und erweitert in Europa und den USA. Bewertung: Experten sehen 2025 als Wendepunkt, bei dem Robotaxis aus der Testphase in den Markt dringen. Waymo bleibt führend, doch die Konkurrenz aus China ist stark und schnell wachsend. Sicherheitsbedenken und regulatorische Hürden bleiben entscheidende Faktoren. Langfristig könnte die Technologie die Mobilität revolutionieren – aber erst, wenn Vertrauen, Sicherheit und Skalierbarkeit vereint sind.

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