Meta verbucht Rekordumsatz und steigert AI-Ausgaben stark
Meta hat im vierten Quartal Rekordumsätze verzeichnet und kündigte eine massive Steigerung der geplanten Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) für das Jahr 2026 an. Die Umsatzerlöse aus Werbung und anderen Geschäftsbereichen beliefen sich auf 59,9 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahlen stärken die Position des Unternehmens als führender Player im digitalen Werbemarkt und unterstreichen das kontinuierliche Wachstum seiner Plattformen, darunter Facebook, Instagram und WhatsApp. Besonders hervorgehoben wurde der Fortschritt bei der Entwicklung von KI-Brillen, die als zentrales Element der langfristigen Vision für die nächste Generation von Mixed-Reality-Geräten gelten. Die Markteinführung dieser Geräte steht im Mittelpunkt von Meta’s Strategie, die digitale Interaktion durch künstliche Intelligenz und Augmented Reality zu revolutionieren. Parallel dazu kündigte Meta an, dass die Kapitalausgaben im Jahr 2026 bis zu 135 Milliarden US-Dollar betragen könnten – eine Steigerung um rund 20 Prozent gegenüber den Erwartungen der Wall Street und fast doppelt so hoch wie im Jahr 2023. Diese Investitionen sollen vor allem in die Skalierung der KI-Infrastruktur, die Entwicklung von LLMs (Large Language Models), die Verbesserung der Rechenleistung in eigenen Datenzentren sowie die Erweiterung der KI-Integration in allen Produkten fließen. Die hohe Investitionsbereitschaft zeigt, dass Meta nicht vorhat, den beschleunigten Ausbau seiner KI-Plattformen zu bremsen, trotz der hohen Kosten und der wachsenden Konkurrenz aus dem Silicon Valley. Die Ankündigung löste positive Reaktionen am Markt aus: Die Aktien stiegen nachbörslich um mehr als acht Prozent. Analysten interpretieren die Zahlen als klares Signal, dass Meta die KI-Transformation als zentrales Wachstumstreiber betrachtet und bereit ist, erhebliche Ressourcen einzusetzen, um führend zu bleiben. Besonders hervorgehoben wird die strategische Wende von einem reinen sozialen Netzwerk hin zu einem KI- und Hardware-Unternehmen, das auch mit eigenen Geräten wie KI-Brillen in den Markt eindringt. Industrieanalysten sehen in der Investitionshöhe eine Risikobereitschaft, die nur wenige Tech-Unternehmen in dieser Form zeigen. „Meta setzt auf eine langfristige KI-Strategie, die über kurzfristige Gewinne hinausgeht“, sagt ein Experte von Gartner. „Die 135-Milliarden-Dollar-Zielmarke ist nicht nur eine Zahl – sie ist ein Bekenntnis zur technologischen Dominanz.“ Auch die Entwicklung der KI-Brillen wird als potenziell disruptiv bewertet, da sie die Weise, wie Menschen mit digitalen Inhalten interagieren, grundlegend verändern könnten. Die Firma ist dabei, eine eigene KI-Ökosystem-Infrastruktur aufzubauen, die auf eigenen Chips, Cloud-Servern und Software-Plattformen basiert – ein Schritt, der die Abhängigkeit von Drittanbietern wie Nvidia oder Amazon reduzieren soll. Meta bleibt damit ein zentraler Akteur im globalen KI-Wettlauf. Die Kombination aus Rekordumsätzen, massiven Investitionen und der Entwicklung von KI-Endgeräten unterstreicht die Ambition, die Zukunft der digitalen Interaktion mitzugestalten – auch wenn die finanziellen Risiken hoch bleiben.
