Zwei Schritte nach Kündigung – und so nutzen Sie AI richtig
Nach einer Kündigung ist die erste Reaktion oft Angst und Panik – besonders im Tech-Bereich, wo Entlassungen in den letzten Jahren immer häufiger geworden sind. Kyle Elliott, 33, Karriereberater aus Kalifornien, unterstützt seit 2017 Mitarbeiter von Startups und Big Tech bei der Bewältigung dieser Phase. Seine Erfahrung zeigt: Die meisten Menschen reagieren mit einem Mangelgefühl und fühlen sich gezwungen, sofort jeden verfügbaren Job anzusuchen. Doch das ist oft kontraproduktiv. Elliott empfiehlt zwei entscheidende Schritte unmittelbar nach der Entlassung. Erstens: Erstelle eine klare Liste mit „Must-Haves“ und „Dealbreakers“ für deine nächste Stelle – wie Gehaltswünsche, Remote-Arbeit, Standort oder Kultur. Diese Übersicht hilft, bewusst und strategisch statt panisch zu handeln. Zweitens: Aktualisiere deinen Lebenslauf und dein LinkedIn-Profil – zwei zentrale Werkzeuge, die bei der Jobsuche entscheidend sind. Besonders wichtig: Stelle sicher, dass deine aktuelle Position (z. B. Direktor statt früherer Ingenieurrolle) korrekt und sichtbar dargestellt ist, um für zukünftige Rollen im Jahr 2026 optimal gerüstet zu sein. Ein häufiger Fehler: Zu stark auf KI zu vertrauen. Viele Bewerber lassen KI ihren Lebenslauf anpassen oder sogar vollständig erstellen – doch das führt oft zu generischen, unpersönlichen Texten, die auffallen, weil sie zu „perfekt“ wirken. Elliott betont: Auch wenn KI bei der Bewerbung eingesetzt wird, sind immer noch Menschen – Recruiter und HR-Experten – am Ende des Prozesses beteiligt. Wenn du selbst ein menschliches Profil erzeugen würdest, was würdest du dann sehen wollen? Setze deshalb gezielt Schlüsselbegriffe wie „Systems Engineer“ oder „Teamleitung“ an prominente Stellen. Nutze KI lieber als Werkzeug, um Ideen zu generieren oder Texte zu überarbeiten, nicht als Ersatz für dein eigenes Urteil. Erstelle einen „Master-Lebenslauf“, den du mit 20 Minuten Aufwand für verschiedene Stellen anpasst. Ein weiterer Tipp: Lese alte Leistungsbeurteilungen erneut durch. Dort finden sich oft wiederkehrende Stärken und Anerkennungen, die du als einzigartig kennzeichnen kannst. Frag drei bis fünf Kollegen, was dich besonders macht – mit konkreten Beispielen. Viele überraschen sich selbst, was andere über sie denken. In einer Zeit, in der Tausende mit KI-Bewerbungen konkurrieren, ist Authentizität entscheidend. Die Stärke liegt nicht in der technischen Perfektion, sondern in der klaren Darstellung, wer du bist und warum du anders bist. Industrieexperten sehen Elliotts Ansatz als besonders relevant: „In einer Welt, in der KI Bewerbungen standardisiert, ist die menschliche Authentizität der größte Vorteil“, sagt eine Recruiting-Expertin aus dem Silicon Valley. Elliotts Firma, Kyle Elliott Consulting, hat sich auf die emotionale und strategische Begleitung nach Kündigungen spezialisiert – mit einem Fokus auf Selbstreflexion, klare Zielsetzung und menschliche Authentizität. Sein Erfolg beruht darauf, dass er nicht nur Tools, sondern auch Selbstvertrauen zurückgibt.
