Südkorea: Datenzentrum-Markt wächst bis 2031 auf 16,23 Mrd. USD
Der südkoreanische Data-Center-Markt wurde 2025 mit 5,04 Milliarden US-Dollar bewertet und soll bis 2031 auf 16,23 Milliarden US-Dollar anwachsen, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 21,52 % entspricht. Mit rund 58 betriebenen Rechenzentren, davon etwa 32 in Seoul, zählt Südkorea zu den führenden Märkten in Asien für Rechenzentrumsinfrastruktur. Die meisten dieser Anlagen erfüllen die Tier-III-Standards des Uptime Institute. Ein zentraler Treiber des Wachstums ist die steigende Nachfrage nach künstlicher Intelligenz (KI), was zu einem verstärkten Investitionsdruck in KI-fähige Rechenzentren führt. Diese verfügen über Hochleistungs-Grafikprozessoren (GPUs), flüssige Kühltechnologien, hohe Leistungsdichten und erweiterte Stromkapazitäten. Im September 2025 kündigte Amazon Web Services (AWS) gemeinsam mit dem SK-Konzern die Entwicklung eines Rechenzentrums an, das etwa 60.000 GPUs aufnehmen kann. Die durchschnittlichen Entwicklungskosten liegen bei 10 bis 11 Millionen US-Dollar pro Megawatt – deutlich günstiger als in Ländern wie Singapur, Japan oder Australien. Die Korea Data Center Council (KDCC), in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wissenschaft und ICT, spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung und Förderung nachhaltiger Rechenzentrumsentwicklung. Sie vergibt die „KDCC Green Data Center-Zertifizierung“, um umweltfreundliche Projekte zu unterstützen. Auch internationale KI-Anbieter wie OpenAI setzen auf Südkorea: Im Oktober 2025 vereinbarte OpenAI mit Hitachi Energy die Beschaffung elektrischer Infrastruktur für einen eigenen KI-Rechenzentrumsbau im Land. Der Markt wird maßgeblich von Colocation-Anbietern wie Equinix, Telehouse, KINX, LG CNS, KT Corp., Digital Realty und Macquarie Group geprägt. Zudem sind globale Cloud-Anbieter wie AWS, Google, Microsoft, Alibaba, Oracle und Tencent mit mehreren Regionen in Seoul, Busan und Chuncheon aktiv. Alibaba plant beispielsweise im Juni 2025 den Bau eines zweiten südkoreanischen Rechenzentrums. IT-Infrastruktur wird von Anbietern wie Arista Networks, Cisco, Dell Technologies, HPE, IBM, Lenovo und NVIDIA bereitgestellt. Für den Bau und die Inbetriebnahme sind Unternehmen wie ADIK, GS E&C, Hyundai Engineering & Construction, Heerim Architects & Planners und SAMOO Architects & Engineers tätig. Zudem treten vermehrt neue Akteure wie DCI Data Centers, STACK Infrastructure, ST Telemedia Global Data Centres und Princeton Digital Group auf, was auf steigende Investitionsbereitschaft hinweist. Der Bericht bietet umfassende Analysen zu Investitionen in IT-, Strom-, Kühl- und Bauleistungen, segmentiert nach Region und Tier-Standard. Er liefert Einblicke in bestehende und geplante Projekte, Marktdynamiken und Wachstumspotenziale. Die hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur, günstige Entwicklungskosten und staatliche Förderung machen Südkorea zu einem attraktiven Ziel für internationale Investoren. Branchenexperten sehen in der KI-Transformation und der Expansion von Cloud- und Edge-Infrastruktur eine nachhaltige Wachstumsschub. Die Kombination aus strategischer Lage, technologischer Reife und politischer Unterstützung positioniert Südkorea als Schlüsselmarkt für die nächste Generation von Rechenzentren in Asien.
