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Intel-Aktie stürzt ab: Fertigungsprobleme überwiegen überraschend starke Zahlen

Intel-Aktien stürzten am Freitag um 14 Prozent ab, nachdem der Halbleiterhersteller eine enttäuschende Prognose für das erste Quartal abgegeben und eine Lieferengpässe angekündigt hatte. Während des vierteljährlichen Gewinn-Gesprächs mit Analysten am Donnerstag warnte CEO Lip-Bu Tan, dass Intel die gesamte Nachfrage nach seinen Produkten nicht erfüllen könne. Er erklärte, die Produktionsausbeute (yield) liege weiterhin unter den eigenen Zielen und betonte: „Wir befinden uns auf einer mehrjährigen Reise. Es wird Zeit und Entschlossenheit erfordern.“ Die Prognose für das erste Quartal sah Umsätze zwischen 11,7 und 12,7 Milliarden US-Dollar sowie einen breakeven-Adjusted-EPS vor – deutlich unter den Erwartungen von LSEG, die 5 Cent Gewinn je Aktie und 12,51 Milliarden Dollar Umsatz vorausgesagt hatten. Trotz eines überraschend starken Quartals, in dem Intel sowohl Umsatz als auch Gewinn über den Erwartungen lag, reagierten Investoren mit Verkaufsdruck. Die Aktie hatte im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt, getrieben von Hoffnungen auf eine Wende nach jahrelangen Produktionsproblemen, Unterstützung durch die US-Regierung, Investitionen von SoftBank und Nvidia sowie der Hoffnung auf eine Stärkung des Foundry-Geschäfts. Doch die Hoffnungen auf eine rasche Erholung verflüchtigten sich. Intel’s Foundry-Sparte, die Chips für Dritte herstellt, bleibt hinter Konkurrenten wie TSMC und Samsung zurück – jene profitieren massiv vom Boom im Bereich KI und Datacenter. Anleger suchten nach Klarheit über Kunden für die neue 14-A-Nanometer-Technologie, die als zentrales Wachstumsthema gilt. CFO David Zinsner sagte gegenüber CNBC, dass erste Kunden für diese Technologie im zweiten Halbjahr 2024 auftauchen könnten. Analysten von RBC Capital Markets warnten jedoch, dass ein „bedeutender Umsatzbeitrag“ erst Ende 2028 zu erwarten sei. Analysten von Jefferies kritisierten, dass Intel weiterhin Marktanteile verliere, keine klare KI-Strategie habe und unklare Perspektiven bei Fabrik- und Paketierungsprojekten vorliegen. „Wir schätzen die jüngste Aufregung um die Chancen für INTC, sehen aber weiterhin keinen klaren Weg vorwärts“, hieß es in einer Analyse. Auch Bank of America warnte vor einer Überbewertung: „Wir sehen keinen Grund, eine Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 90 zu kaufen.“ Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass selbst starke Quartalsergebnisse nicht ausreichen, um Investoren zu überzeugen, wenn die langfristige Strategie und Produktionsfähigkeit unklar bleiben. Intel steht vor einer kritischen Phase – die Wiederbelebung des Foundry-Geschäfts und eine klare technologische Roadmap sind entscheidend, um Vertrauen zurückzugewinnen.

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