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Databank sichert 2 Milliarden für Dallas-Rechenzentrum

Datencenter-Anbieter DataBank hat mit einem Finanzierungsvolumen von zwei Milliarden Dollar für den Bau von Rechenzentren im texanischen Vorort Red Oak, etwa zwanzig Meilen außerhalb von Dallas, neue Maßstäbe gesetzt. Das Projekt kommt in einer Phase, in der Texas zunehmend zum Hotspot für große, dezentral gelegene Rechenzentren wird, die die重 Rechenleistung für die KI-Entwicklung bereitstellen. Die Strategie von DataBank zielt darauf ab, die Infrastruktur näher an den Ballungszentren anzusiedeln, um die Latenzzeiten zu verringern und KI-Modellen schnelleren Zugang zu den Endnutzern zu ermöglichen. Die Finanzierung wird von einer Bankengruppe unter der Führung der Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG) bereitgestellt. Mit den Mitteln sollen drei neue Gebäude errichtet werden, die Teil einer größeren Cluster-Struktur sind. Die vier geplanten Gebäude werden zusammen eine Rechenleistung von insgesamt 240 Megawatt bieten. Ein wichtiger Hyperscaler, einer der großen Anbieter wie Amazon, Google, Microsoft, Oracle oder Meta, hat bereits Zusagen für den vollständigen Campus abgegeben, obwohl DataBank-Chef Raul Martynek den genauen Namen des Kunden nicht nannte. Für ein viertes Gebäude wird ein separater Kredit über rund 600 Millionen Dollar angestrebt, der nicht über den Syndikationsmarkt, sondern über den privaten Platzierungsmarkt von Anlegern der Wall Street finanziert werden soll. Hintergrund dieser Expansion ist der schnelle Wandel hin zur sogenannten Inferenz-Computing. Während sich der KI-Boom in früheren Phasen auf das Training großer Modelle konzentrierte, verschiebt sich der Fokus nun auf die Nutzung dieser Modelle im Alltag. Inferenz-Rechenzentren verarbeiten die Eingaben der Nutzer in Echtzeit. Studien von JLL zeigen, dass der Anteil der Rechenlasten für Inferenz bis 2030 von derzeit 9% auf 37% steigen wird, während der Anteil für das Training sinken wird. Diese Entwicklung erfordert Rechenzentren in der Nähe der Bevölkerung, da die Infrastruktur für die Datenübertragung, insbesondere Glasfasernetze, dort am dichtesten ist. Trotz der hohen Nachfrage steht der Finanzierungsprozess unter Herausforderungen. Die Kreditgeber zeigen sich verhalten und sind vorsichtiger geworden, große Schuldenlasten im Zusammenhang mit einer begrenzten Anzahl von großen KI- und Rechenzenterplayern aufzubauen. Bereits zuvor gab es Schwierigkeiten beim Verkauf von Anteilen an Darlehen für Oracle-Infrastrukturprojekte. Martynek bestätigte, dass dieser Rückgang im Syndikationsmarkt die Verhandlungen für das vierte Gebäude verlängert hat, weshalb dieser Teil nun separat über private Platzierungen finanziert werden muss. Der gesamte Campus in Red Oak soll am Ende aus acht Gebäuden mit insgesamt 480 Megawatt Leistung bestehen. Die ersten vier Gebäude sollen dem Markt voraussichtlich im dritten Quartal 2026 übergeben werden, wobei die Fertigstellung des kompletten ersten Clusters bis Ende 2027 geplant ist.

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