HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

vor 3 Tagen
Elon Musk
OpenAI

Musk vor Gericht: Vier Punkte im OpenAI-Prozess

Elon Musk gab während des zweiten Tages seiner Zeugenaussage im Zivilprozess gegen OpenAI fast drei Stunden lang unter Kreuzverhör von dessen Rechtsbeistand stand. Der Tesla-Chef musste sich Fragen zu seinem Einfluss auf das Unternehmen, seiner späteren Klage gegen OpenAI sowie den Mitbegründern Sam Altman und Greg Brockman sowie zu seinen Kommunikationswegen mit seiner derzeitigen Partnerin Shivon Zilis stellen. Ein zentraler Punkt des Verhörs betraf die Frage, warum Musk erst 2024, also sechs Jahre nach seinem Ausscheiden aus OpenAI im Jahr 2018, rechtlich gegen das Unternehmen vorging. Musk erklärte dem Anwalt William Savitt, dass er zunächst kein Problem mit der Einrichtung einer gewinnorientierten Tochtergesellschaft hatte, solange diese dem gemeinnützigen Kern von OpenAI diene. Er gab jedoch an, sich getäuscht gefühlt zu haben, als er erfuhr, dass Microsoft im Herbst 2022 eine Investition von zehn Milliarden US-Dollar tätigte. Musk argumentierte, ein solcher Betrag sei eine gewaltige Summe, die nur mit der Erwartung einer Rendite gegeben werde, nicht als reine Spende. Dies führte bei ihm zu der Schlussfolgerung, dass der fürprofit-Teil nun den gemeinnützigen Teil dominiere, was er als „der Schweif wedelt den Hund" bezeichnete. Er berichtete von einer wütenden Nachricht an Altman, in der er den Vorfall als „Verzierung und Abzocke" bezeichnete. Darüber hinaus geriet Musk unter Druck, als die Anwälte von Altman seine Kommunikation mit Shivon Zilis thematisierten. Zilis, die damals als Chief of Staff bei OpenAI tätig war und heute eine Mutter von vier seiner Kinder ist, hatte 2017 in Meeting-Notizen festhalten lassen, dass Musk ihr den Auftrag gab, eine C-Körperschaft für OpenAI zu gründen. Musk bestritt diese Erinnerungen, obwohl die Dokumente ins Beweismaterial aufgenommen wurden. Zudem wurde er nach einer Nachricht von 2018 befragt, in der er Zilis bat, engen Kontakt zu OpenAI zu halten, Informationen zu sammeln und potenziell Mitarbeiter zu Tesla zu wechseln. Musk verteidigte dies mit dem Hinweis, er habe einfach wissen wollen, was vor Ort geschieht. Weitere Enthüllungen befassten sich mit Musks anfänglicher Rollenbezeichnung bei OpenAI. E-Mails zeigen, dass er ursprünglich eine Position als Co-Chef anstrebte, sich aber aus Sorge um die öffentliche Wahrnehmung an SpaceX und Tesla dagegen entschied, da er dort bereits überlastet war. Er verwies darauf, dass Tesla in den Jahren 2017 und 2018 kurz vor der Insolvenz stand und er persönlich im Werk schlief, um das Unternehmen zu retten. Schließlich wurden Pläne zur Mitarbeitervergütung diskutiert. Obwohl OpenAI eine gemeinnützige Organisation war, planten Musk und Altman attraktive Gehälter mit Boni. In einer E-Mail von 2015 schlug Musk vor, Mitarbeitern die Option zu geben, ihre Vergütung in Aktien von SpaceX oder Y Combinator umzuwandeln. Er bot an, Mitarbeitern sogar „freie Teslas" zur Verfügung zu stellen, was John Schulman, damals noch bei OpenAI, als unwiderstehliches Angebot empfangen hatte. Musk betonte in seinem Zeugnis, dass er für seine eigenen erhaltenen Fahrzeuge den vollen Preis gezahlt habe und keine Vergünstigungen erhalten habe. Der Prozess wird am Donnerstag mit weiteren Kreuzverhören fortgesetzt.

Verwandte Links