PowerLattice sichert 25 Millionen Dollar für energieeffiziente Chiplets ab
PowerLattice, ein in Vancouver, Washington, ansässiges Startup, hat sich aus dem Verborgenen gelöst und mit 25 Millionen US-Dollar in einer Series-A-Finanzierungsrunde, gemeinsam geführt von Playground Global und Celesta Capital, eine bahnbrechende Technologie für die Stromversorgung von Chips vorgestellt. Insgesamt hat das Unternehmen nun 31 Millionen US-Dollar an Kapital aufgebracht. Das Ziel: die Energieeffizienz von KI-Acceleratoren und GPUs radikal zu steigern, um die Leistungsgrenzen der heutigen Rechenzentren zu überwinden. Dr. Peng Zou, Co-Gründer, CEO und Präsident von PowerLattice, betont, dass Energie die entscheidende Herausforderung für die Zukunft der KI sei. Rechenzentren verbrauchen bereits so viel Energie wie mittlere Städte, und ohne eine neue Herangehensweise könnte der Energieverbrauch bis 2028 auf bis zu 12 Prozent des gesamten US-Stromverbrauchs ansteigen. PowerLattice hat den weltweit ersten „Power Delivery Chiplet“ entwickelt, der die Stromversorgung direkt in das Prozessorgehäuse integriert. Durch die Kombination von miniaturisierten, auf dem Chip integrierten Spulen, fortschrittlichen Spannungsregelkreisen, einem vertikalen Design und einer programmierbaren Software-Schicht wird Energie präzise dort und dann geliefert, wo sie benötigt wird. Dies reduziert die Energieverluste erheblich, da der Strom nicht mehr über lange, widerstandsfähige Wege fließen muss. Die Folge: Die Gesamtleistungsaufnahme der Chips sinkt um mehr als 50 Prozent, was die Leistung effektiv verdoppelt. Die Technologie lässt sich nahtlos in bestehende System-on-a-Chip-Designs integrieren, verkleinert die Gesamtfläche des Prozessors und verkürzt die Strompfade drastisch. Schon jetzt sind Prototypen in Produktion bei TSMC, und erste Testchips für GPUs, CPUs und Acceleratoren mit Leistungen über 1 KW sind in Entwicklung. Die ersten Kundenversuche sind für das erste Halbjahr 2026 geplant. Potenzielle Abnehmer sind unter anderem Nvidia, AMD, Broadcom, aber auch spezialisierte KI-Chip-Entwickler wie Cerberus, Grok und Startups wie d-Matrix und NextSilicon, die von Playground Global unterstützt werden. Die Gründungsteams um Zou, Gang Ren und Sujith Dermal verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung von integrierten Magneten, analogen Schaltungen und Energiemanagement bei Unternehmen wie Qualcomm, NUVIA und Intel. Pat Gelsinger, General Partner bei Playground Global und ehemaliger CEO von Intel, bezeichnet die Gruppe als „Traumteam“ für die Stromversorgung. Sein Vertrauen in die Technologie ist groß: Er sieht in PowerLattice eine generative Innovation, die die gesamte Rechenarchitektur verändern könnte. Gelsinger betont, dass die 50-prozentige Energieeinsparung ein außergewöhnliches Ergebnis sei, das andere Hersteller anlocken werde. Während es Konkurrenz wie Empower Semiconductor gibt, die mit 140 Millionen US-Dollar in einer Series-D-Finanzierungsrunde aufwartet, ist Gelsinger überzeugt, dass PowerLattices Ansatz einzigartig und skalierbar ist. Die Firma plant, in Kürze eine weitere, größere Finanzierungsrunde durchzuführen, um die Produktion zu skalieren. Mit seiner revolutionären Herangehensweise an die Stromversorgung könnte PowerLattice die Grundlage für die nächste Ära der KI-Entwicklung legen – und die Energiekrise in Rechenzentren endgültig überwinden.
