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Microsoft profitiert von OpenAI-Investition nach Umstrukturierung

Microsofts Aktien gaben am Mittwoch im Erweiterten Handel um 5 % nach, nachdem der Softwarekonzern ein langsameres Wachstum im Cloud-Geschäft gemeldet hatte. Im zweiten Geschäftsquartal, das am 31. Dezember endete, stieg das Umsatzergebnis um 16,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Nettogewinn betrug 38,46 Milliarden US-Dollar (5,16 US-Dollar je Aktie), verglichen mit 24,11 Milliarden US-Dollar (3,23 US-Dollar je Aktie) im Vorjahreszeitraum. Die angepassten Ergebnisse schließen die Auswirkungen der Investitionen in OpenAI aus. Die Bruttomarge lag mit knapp über 68 % auf dem niedrigsten Niveau seit drei Jahren. Der Umsatz aus Azure und anderen Cloud-Diensten wuchs um 39 %, gegenüber 40 % im ersten Quartal – leicht unter den Erwartungen der Analysten, die 39,4 % (StreetAccount) beziehungsweise 38,9 % (CNBC) prognostiziert hatten. Ein signifikanter Faktor war der Rückgang der Anteilsbeteiligung an OpenAI, der durch eine Neustrukturierung des KI-Unternehmens im Dezember verursacht wurde. OpenAI hatte seinen for-profit-Arm in eine Public-Benefit-Corporation umgewandelt, was zu einer Stärkung der Kontrolle durch die Gesellschaft und einer geringeren Anteilsquote für Microsoft führte. Dies hatte jedoch eine „Dilution-Gain“-Wirkung für Microsoft, da die Wertminderung der Beteiligung in der Bilanz als sonstiger Ertrag von 9,97 Milliarden US-Dollar ausgewiesen wurde – gegenüber einem sonstigen Verlust von 2,29 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal. Die kommerziellen Restleistungsverpflichtungen (commercial remaining performance obligation, RPO) stiegen auf 625 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 110 %. Davon entfallen 45 % auf OpenAI, was vor allem auf die zugesagte Cloud-Investition von 250 Milliarden US-Dollar zurückzuführen ist. Analysten wie Brent Thill von Jefferies hoben hervor, dass die hohe RPO-Quote die Abhängigkeit von OpenAI deutlich zeigt – und die Frage aufwirft, ob das Unternehmen langfristig die finanziellen Verpflichtungen gegenüber Microsoft und anderen Anbietern wie Oracle erfüllen kann. Zugleich verzeichnete Microsoft eine starke Steigerung der kommerziellen Buchungen um 230 % gegenüber 112 % im Vorquartal, was auf starkes Nachfragepotenzial im Enterprise-Bereich hindeutet. Die Entwicklung unterstreicht die strategische Bedeutung der Partnerschaft mit OpenAI, auch wenn das Cloud-Wachstum leicht nachlässt. Die Investitionen in KI und Cloud-Infrastruktur bleiben zentral für Microsofts Wachstumsstrategie, trotz kurzfristiger Marktkorrekturen. Industrieanalysten sehen die Entwicklung als ein Zeichen dafür, dass Microsofts KI-Strategie weiterhin stark ist, auch wenn die Marktreaktion auf die Bilanzdaten negativ war. Die enge Verzahnung mit OpenAI birgt Risiken, aber auch erhebliche Wachstumspotenziale. Microsoft bleibt mit seiner Cloud- und KI-Position weiterhin ein dominanter Akteur im globalen Technologiemarkt.

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