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NVIDIA stellt Robotersystem GR00T für Forschung vor

NVIDIA hat auf der GTC-Konferenz in Taipei das NVIDIA Isaac GR00T Reference Humanoid Robot vorgestellt. Dies ist der erste offene Referenzentwurf für humanoide Roboter, der auf der NVIDIA Jetson Thor-Hardware und der offenen Isaac GR00T-Entwicklungsplattform basiert. Das Ziel des Projekts ist die Demokratisierung der Forschung im Bereich fortschrittlicher humanoider Roboter, indem Forschern Zugriff auf hochwertige Hardware und eine offene Softwareumgebung gewährt wird, ohne auf proprietäre Plattformen angewiesen zu sein. Aktuell ist der Entwicklungsprozess für humanoide Roboter oft fragmentiert und umfasst Schritte von der Hardware-Integration über Datensammlung bis hin zur Simulation und Auswertung. Die neue Referenzlösung vereint diese Prozesse in einem System. Sie kombiniert das Körpermodell eines Unitree H2 Plus humanoiden Roboters mit den taktilen Sharpa Wave Fingergreifhänden. Für die Rechenleistung sorgt die NVIDIA Jetson Thor-Einheit, die als „Gehirn" fungiert und alle relevanten Isaac GR00T-Softwarefunktionen und Workflows integriert. Diese Einheit ermöglicht es Forschungsteams, schneller vom Initialbetrieb des Roboters bis hin zur Entwicklung von Fähigkeiten und Realwelt-Validierung zu gelangen. Die technischen Spezifikationen des Referenzmodells umfassen ein etwa sechs Fuß großes und 150 Pfund schweres Chassis mit 31 Freiheitsgraden, das für Tests im menschlichen Maßstab ausgelegt ist. Die Greifhände bieten zusätzliche 22 Freiheitsgrade, wodurch insgesamt 75 Freiheitsgrade für die gesamte Bewegungsfähigkeit des Roboters erreicht werden. Zur Sensorik gehören ein kopfmontiertes Stereokamera-System mit weitreichendem Sichtfeld, Handgelenkkameras zur Nahmanipulation und eine Messeinheit für Bewegungsanalyse. Die Steuerung erlaubt ein Arm-Drehmoment von bis zu 120 Newtonmetern und ein Bein-Drehmoment von 360 Newtonmetern. Die Nutzlast für den Arm liegt bei sieben Kilogramm, mit einer Spitzenlast von 15 Kilogramm. Das onboard-Computing wird durch den NVIDIA Jetson AGX Thor T5000 bereitgestellt, der über eine Blackwell-GPU mit 2.070 FP4-Teraflops Rechenleistung verfügt. Zusätzlich sind ein 14-Kern-Arm-CPU, 128 Gigabyte gemeinsamer Speicher und eine flexible Stromversorgung von 40 bis 130 Watt enthalten. Die Konnektivität umfasst Ethernet, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.2 und USB, ergänzt durch ein Array von Mikrofonen und Lautsprechern für Sprachinteraktionen. Die eingebaute Batterie mit 0,972 Kilowattstunden Kapazität ermöglicht eine Betriebsdauer von etwa drei Stunden. Ein Not-Aus-Funktion gewährleistet die sichere Abschaltung des Roboters aus der Ferne. NVIDIA CEO Jensen Huang betonte, dass humanoide Roboter eine wirtschaftliche Chance im Wert von mehreren Billionen Dollar eröffnen und physische KI in die größten Industrien der Welt bringen werden. Das neue Referenzmodell soll Forschern eine einzige offene Plattform bieten, um Durchbrüche bei der allgemeinen physischen Intelligenz zu erzielen. Die Softwareplattform bietet ein komplettes Umfeld für Simulation, Training und Bereitstellung, wobei die Forschenden die volle Kontrolle über ihre Daten und Trainingsdaten behalten. Führende Forschungseinrichtungen wie das Stanford Robotics Center, die ETH Zürich, die UC San Diego und das Allen Institute for AI haben angekündigt, dieses Referenzdesign zur Weiterentwicklung der humanoiden Robotik zu nutzen. Sie loben die Möglichkeit, auf einer offenen Plattform zu arbeiten, Code zu teilen und Ideen an realen Maschinen zu testen. Der Robotik-Entwickler Skild AI betonte zudem, dass offene Referenzdesigns mehr Forschern den Zugang zu modernster Robotik ermöglichen und den Fortschritt des gesamten Ökosystems beschleunigen. Die NVIDIA Isaac GR00T Reference Humanoid Robot wird voraussichtlich Ende 2026 von Unitree verfügbar sein. Parallel dazu wird der Referenz-Workflow für den Unitree G1-Roboters in Kürze über GitHub und Hugging Face für Entwickler bereitgestellt werden. NVIDIA selbst wird das Referenzdesign ebenfalls nutzen, um seine offenen Modelle, Frameworks und Hardware-Lösungen weiterzuentwickeln.

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