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Nvidia-Chef kritisiert Entkopplung von China als naiv

Nvidia-Chef Jensen Huang hat die Vorstellung einer wirtschaftlichen Entkopplung zwischen den USA und China als „naiv“ und „nicht auf gesunden Grundsätzen beruhend“ kritisiert. In einem Gespräch im Rahmen der Podcast-Reihe „No Priors“ betonte er, dass die Idee, sich aus strategischen oder nationalen Sicherheitsgründen von China zu distanzieren, wenig Realitätsbezug habe. Huang begrüßte insbesondere die Haltung von Ex-Präsident Donald Trump, die Beziehungen zu China als komplex zu sehen – als gleichzeitig antagonistisch und kooperativ. Er unterstrich, dass beide Länder in vielen Bereichen aufeinander angewiesen seien, insbesondere im Bereich der Technologieentwicklung. Besonders relevant ist dabei die Rückkehr von Nvidia in den chinesischen Markt, wo das Unternehmen jahrelang durch US-Sanktionen ausgeschlossen war. Laut Bloomberg könnte China bereits in diesem Quartal die Lieferung von H200-Chips erlauben, nachdem Trump im Dezember eine Biden-Verordnung aufgehoben hatte, die den Verkauf älterer Nvidia-Chips an China verbot. Als Gegenleistung soll die US-Regierung 25 Prozent des zukünftigen Umsatzes erhalten. Huang betonte, dass die US-Regierung China nicht daran hindern könne, seine KI-Entwicklung voranzutreiben, selbst wenn hochleistungsfähige Chips eingeschränkt werden. Er erwartet keine offiziellen Ankündigungen aus Peking, sondern lediglich konkrete Bestellungen. In Las Vegas erklärte er, dass die Wiederbelebung des Geschäfts „nicht mit Pressemitteilungen, sondern mit Kaufaufträgen“ erfolgen werde. Huang plädierte für eine ausgewogene Strategie, die sowohl Eigenständigkeit als auch Zusammenarbeit fördert. Er warnte davor, zu stark auf den anderen zu vertrauen, da dies die Beziehung emotional belasten könne. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit einer differenzierten Haltung, um eine produktive Beziehung zwischen den beiden Weltmächten aufrechtzuerhalten – eine Beziehung, die für die globale Stabilität und Innovation entscheidend sei. Für Huang ist klar: Die Welt braucht eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen den USA und China, nicht nur aus eigenem Interesse, sondern für die gesamte Menschheit. Industrieexperten sehen Huangs Aussagen als klare Botschaft an die US-Regierung: Technologische Isolation schadet nicht nur den Unternehmen, sondern auch der globalen Wettbewerbsfähigkeit. Nvidia, ein führender Hersteller von KI-Chips, ist mit einer Marktkapitalisierung von über 2,5 Billionen US-Dollar und einer zentralen Rolle in der KI-Revolution stark von internationalen Märkten abhängig. Die Rückkehr in China könnte Nvidia jährlich bis zu 50 Milliarden Dollar einbringen. Die Haltung von Huang spiegelt auch eine größere Bewegung innerhalb der Tech-Branche wider, die gegen zunehmende geopolitische Fragmentierung wettert.

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