AMD teilt Zen 7 für 2028 in drei EPYC-Familien
Auf seiner Veranstaltung Advancing AI 2026 in San Francisco hat AMD sein langfristiges Server- und KI-Portfolio deutlich erweitert und die strategische Ausrichtung für die nächsten vier Jahre offengelegt. Neben der marktreifen Präsentation der sechsten EPYC-Generation mit dem Codenamen Venice sowie der neuen Instinct-MI400-GPU-Serie und den skalierbaren Helios-Rechensystem-Strukturen, gab der Halbleiterhersteller die Roadmap für die fünfte Generation der Zen-Architektur heraus. Die für 2028 geplante Zen-7-Generation wird voraussichtlich nicht als einheitliche Produktlinie, sondern als drei separate EPYC-Familien mit den Bezeichnungen Florence, Ferrara und Fidenza auf den Markt kommen. Diese Aufspaltung zielt auf eine präzisere Differenzierung innerhalb der AI-zentrierten Produktstacks ab und soll den unterschiedlichen Leistungsanforderungen in Rechenzentren Rechnung tragen. Parallel dazu passte AMD seinen jährlichen Innovationsrhythmus für CPUs, GPUs, Netzwerkkomponenten und Rack-Systeme an und verlängerte diesen strategischen Zyklus bis ins Jahr 2030. Laut Unternehmensangaben soll das adressierbare Gesamtmarktvolumen bis dahin rund zwei Billionen US-Dollar betragen. Als neuartige Benchmark hat AMD dabei erstmals ein Verkaufs- und Bewertungskonzept vorgestellt, das Server-CPUs explizit nach der Anzahl unterstützter KI-Agenten ausrichtet. Das Unternehmen wirbt mit der höchsten Effizienz bei KI-Agenten pro Watt, pro Dollar und pro Rack. Interne Unterlagen zeigen, dass diese Metrik auf einer Schätzung basiert, die CPU-Thread-Ressourcen als Proxy für die Verarbeitungsleistung von Agenten-Workloads nutzt. Die Kombination aus hardwareseitiger Spezialisierung, dem verlängerten Produktlebenszyklus und der neuen agentenbasierten Leistungsanalyse unterstreicht die Absicht von AMD, sich im hochkompetitiven Markt für KI-Infrastruktur nachhaltig zu positionieren. Mit der klaren Trennung der Zen-7-Familien und der Erweiterung der Compute-Plattform um MI400-GPUs sowie Helios-Systeme schafft das Unternehmen die Voraussetzung für eine skalierbare und energieeffiziente Dateninfrastruktur der nächsten Generation.
