HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

OpenAI gerät unter Druck durch Google und Anthropic

Sam Altman, CEO von OpenAI, spürt zunehmenden Druck im Wettlauf um künstliche Intelligenz. Laut mehreren Berichten hat er intern ein „Code-Red“-Signal an seine Mitarbeiter gesendet, um die Entwicklung des Chatbots ChatGPT zu beschleunigen. In dem Memo kündigte Altman an, dass Investitionen in Bereiche wie Gesundheit, E-Commerce und Werbung vorübergehend zurückgefahren werden, um Ressourcen auf ChatGPT zu konzentrieren. OpenAI bestätigte die Aussagen nicht, doch Nick Turley, Leiter von ChatGPT bei OpenAI, betonte in einem Beitrag auf X, dass das Ziel nun darin bestehe, den Chatbot noch leistungsfähiger, intuitiver und persönlicher zu machen. ChatGPT erreicht mit fast 800 Millionen aktiven Nutzern pro Woche eine beeindruckende Reichweite. Dennoch steht OpenAI vor wachsendem Wettbewerb. Google hat mit dem Launch von Gemini 3 einen starken Schritt nach vorn gemacht. Das Modell übertraf Benchmarks und wurde von Nutzern, Forschern und Entwicklern gelobt. Google berichtete, dass die Gemini-App bereits 650 Millionen monatliche aktive Nutzer hat, während AI Overviews in der Suchmaschine 2 Milliarden Nutzer erreichen. Auch Salesforce-Chef Marc Benioff bekannte öffentlich, dass er ChatGPT nun durch Gemini 3 ersetzt habe, da dieser „verrückt“ verbessert sei – besonders in Bezug auf Reasoning, Geschwindigkeit und Bildgenerierung. Auch Anthropic zeigt starke Fortschritte: Seit September hat das Unternehmen über 300.000 Kunden, darunter mehr als siebenmal so viele Großkunden wie vor einem Jahr. OpenAI, das 2015 als Nonprofit-Start-up gegründet wurde, hat sich in nur drei Jahren zu einem der schnellsten wachsenden Unternehmen weltweit entwickelt. Mit einer Bewertung von 500 Milliarden US-Dollar und einem geplanten Umsatz von 20 Milliarden Dollar in diesem Jahr – mit Zielen von Hunderten Milliarden bis 2030 – ist das Unternehmen ambitioniert. Doch die geplanten Investitionen in Infrastruktur, die sich auf mindestens 1,4 Billionen Dollar über acht Jahre belaufen, erregen Skepsis. Altman rechtfertigte dies mit dem langfristigen Blick: „Das ist die Wette, die wir eingehen, und von unserer Position aus fühlen wir uns gut dabei.“ Doch nun scheint der Druck zu wachsen. Google hat den Vorteil, über ein profitables Werbe- und Cloud-Geschäft zu verfügen, das die hohen AI-Ausgaben finanzieren kann. Zudem kontrolliert es die gesamte Wertschöpfungskette – von Forschung über eigene Chips bis hin zu Cloud-Infrastruktur. OpenAI hingegen ist noch dabei, eine eigene Werbe- und Monetarisierungsstrategie zu entwickeln, was durch den „Code-Red“-Fokus auf ChatGPT möglicherweise verzögert wird. Trotzdem verfügt OpenAI über Vorteile: ChatGPT ist nach wie vor die Synonym für KI, was die Nutzerbindung stärkt. Zudem hat OpenAI mit Sora, einer AI-Video-App, und Atlas, einem eigenen Webbrowser, innovative Schritte in andere Bereiche unternommen. Doch die Rechenleistung bleibt ein Engpass – so musste OpenAI kürzlich die Anzahl der generierbaren Videos für kostenlose Nutzer stark reduzieren. Die Dynamik hat sich verändert: Früher war Google derjenige, der mit einem „Code-Red“ reagierte, als ChatGPT die Szene veränderte. Heute ist es OpenAI, das sich auf die Herausforderung durch den etablierten Tech-Riesen einstellt. Die Geschichte der Technologie zeigt, dass Start-ups nicht unbesiegbar sind – und dass etablierte Konzerne, wenn sie sich auf die Bedrohung konzentrieren, erstaunlich schnell reagieren können. Für Altman und OpenAI ist klar: Die Zeiten, in denen man sich wenig um den Wettbewerb kümmern konnte, sind vorbei.

Verwandte Links

OpenAI gerät unter Druck durch Google und Anthropic | Aktuelle Beiträge | HyperAI