Google testet mit Projekt EAT AI-Tools intern für höhere Produktivität
Google hat ein internes Projekt namens „Project EAT“ ins Leben gerufen, das darauf abzielt, Mitarbeiter mit fortschrittlichen KI-Fähigkeiten auszustatten und das Unternehmen zu einem „KI-getriebenen Arbeitsplatz“ zu transformieren. Das Projekt, das im Mai 2025 als grassroots-Initiative innerhalb der Abteilung „AI and Infrastructure“ (intern AI2) entstand, wird von Amin Vahdat geleitet, einem langjährigen Google-Experten, der seit seiner Ernennung zum Senior Vice President direkt dem CEO Sundar Pichai berichtet. Vahdat ist maßgeblich an der Entwicklung von Google’s KI-Chips (TPUs) und der Ausbau der KI-Infrastruktur beteiligt und leitet heute eine Organisation mit mehreren tausend Mitarbeitern. Project EAT wurde ursprünglich als 12-wöchiger Pilot mit dem Ziel gegründet, KI-Tools für die Produktivität und das Coden innerhalb der AI2-Abteilung zu standardisieren und zu beschleunigen. Die internen Dokumente zeigen, dass die Testphase bereits „versprechende Ergebnisse“ hervorgebracht hat: höhere Entwicklergeschwindigkeit, weniger manuelle Arbeit („toil“) und verbesserte Codequalität. Der Name „EAT“ spielt auf die gängige Praxis der „Dogfooding“ an – also dass Mitarbeiter interne Produkte vor der Markteinführung selbst nutzen und weiterentwickeln. Dieser Ansatz soll sicherstellen, dass KI-Tools nicht nur technisch robust, sondern auch praktikabel und benutzerfreundlich sind. Das Projekt zielt darauf ab, die Nutzung von Google-eigenen und Drittanbieter-KI-Technologien innerhalb der gesamten Organisation zu beschleunigen. Die Mission lautet, durch KI-Integration höhere Produktivität, bessere Zusammenarbeit, verbesserte Arbeitsqualität, ein ausgeglicheneres Work-Life-Balance und mehr Innovationskraft zu erreichen. Dabei geht es nicht nur um einzelne Werkzeuge, sondern um eine tiefgreifende kulturelle Veränderung im Unternehmen. Die Initiative soll als Modell für den gesamten Konzern dienen, insbesondere in Bereichen wie Engineering, Produktmanagement, TPM und Operations. Die Bewegung ist Teil einer größeren Strategie, mit der Google auf die wachsende KI-Transformation in der Tech-Branche reagiert. Bereits im vergangenen Jahr forderte Ingenieur-Vizepräsidentin Megan Kacholia von Entwicklern, KI bei der Codierung einzusetzen. Pichai betonte, dass Google im Wettbewerb mit anderen Tech-Riesen wie Microsoft und Amazon nicht hinterherhinken darf. Mit einem massiven Investitionsfokus auf KI-Infrastruktur und -Hardware stellt Google sicher, dass seine interne KI-Nutzung nicht nur schnell, sondern auch skalierbar ist. Branchenexperten sehen in Project EAT ein entscheidendes Signal für die Zukunft der Arbeit in Tech-Unternehmen: „Wenn Google selbst seine Mitarbeiter mit KI ausstattet, dann ist klar, dass KI nicht nur ein Produkt, sondern ein grundlegendes Arbeitsprinzip wird“, sagt ein Analyst von Gartner. Die Initiative könnte als Vorbild für andere Unternehmen dienen, die ebenfalls versuchen, KI-Integration zu beschleunigen – ohne dabei die Qualität und Sicherheit zu opfern.
