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Anthropic schließt 45-Mrd-Dollar-Clouddeal mit Nscale ab

Das KI-Unternehmen Anthropic hat einen Infrastrukturvertrag im Wert von rund 45 Milliarden US-Dollar mit dem britischen Anbieter Nscale abgeschlossen. Der Vereinbarung zufolge wird Anthropic für die Nutzung der Nscale-Rechenzentren in West Virginia etwa 460 Megawatt Compute-Kapazität mieten. Die Anlage, die Ende 2027 in Betrieb gehen soll, wird auf der neuesten Hardware-Generation von NVIDIA basieren. Die Vereinbarung dient primär dem Ausbau der eigenen Rechenkapazitäten, da die stark wachsende Nachfrage nach den Claude-Modellen von Anthropic die bestehende Infrastruktur bereits jetzt an ihre Grenzen bringt und vor allem in Spitzenzeiten Zuverlässigkeit sowie Performance beeinträchtigt. Der neue Vertrag ist das jüngste Glied in einer Serie von strategischen Partnerschaften, die Anthropic in den vergangenen Monaten eingegangen ist. Das Unternehmen sichert sich zudem Kapazitäten über Kooperationen mit Advanced Micro Devices, SpaceX, Google und Broadcom. Diese extensive Skalierungsstrategie ist ein zentraler Baustein für den bevorstehenden Börsengang. Anthropic hat seinen Prospectus bereits im Juni vertraulich bei der US-Wertpapieraufsicht eingereicht. Die KI-Spezialisten müssen vor allem die aktuelle Bewertung von 965 Milliarden US-Dollar gegenüber potenziellen Investoren rechtfertigen, während der Wettbewerb durch Konkurrenten wie OpenAI und Google weiter zunimmt. Eine transparente, skalierbare und leistungsstarke Infrastruktur wird dabei entscheidend dafür sein, wie das Unternehmen seine Wachstumsroute am Kapitalmarkt kommuniziert. Mit der langfristigen Bindung von Nscale-Resourcen positioniert sich Anthropic strategisch, um die prognostizierte exponentielle Nachfrage nach KI-Compute in den kommenden Jahren abzusichern und die technische Souveränität für die nächste Produktgeneration zu gewährleisten.

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