HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

Tech-Giganten setzen auf Smartglasses statt Headsets

Die Technikindustrie hat Milliarden in virtuelle Realität (VR)-Brillen investiert, doch deren Durchbruch blieb aus. Statt weiterhin große, schwerfällige Kopfgeräte zu vermarkten, setzen die Tech-Giganten nun auf eine neue Strategie: Smartglasses, die wie normale Brillen aussehen und tragen. Der Ansatz scheint logisch: Während Menschen selten eine schwere VR-Brille aufsetzen, tragen viele täglich Brillen – sei es zur Sehhilfe oder als modisches Accessoire. Meta hat bereits mit seinen Ray-Ban Smartglasses angefangen, die ab 800 Dollar erhältlich sind und über Sprachsteuerung, Kamera und Audio verfügen. Zwar gibt das Unternehmen an, „massive“ Verkäufe zu erzielen, doch eine Schätzung aus dem letzten Quartal 2025 zeigt nur etwa 15.000 Einheiten – ein geringer Durchbruch im Vergleich zu den Erwartungen. Die Herausforderung liegt in der Technik: Je kleiner und leichter die Brillen werden, desto weniger Leistung können sie bieten. Die Integration von Prozessoren, Sensoren, Akkus und Displays in ein kompaktes, komfortables Design ist extrem schwierig. Apple hat mit dem Vision Pro bereits eine teure, aber leistungsstarke VR-Brille auf den Markt gebracht, die sich als wenig durchsetzungsstark erwiesen hat. Nun wird berichtet, dass Apple Ressourcen von diesem Projekt abzieht, um eigene Smartglasses zu entwickeln, die dem Meta-Modell ähneln. Gleichzeitig arbeitet Meta an „Phoenix“, einem kleineren, aber noch nicht vollständig ausgereiften Headset, das ursprünglich 2026 erscheinen sollte, nun aber auf 2027 verschoben wurde. Google plant ebenfalls, in diesem Jahr Smartglasses mit ähnlichen Funktionen zu vermarkten – vermutlich günstiger, da sie auf die teure „neuronale Armband“-Komponente von Meta verzichten. Zudem arbeitet Google an einer ambitionierteren Version, die an das 2024 vorgestellte Orion-Headset erinnert, das bislang nicht kommerziell erhältlich ist. Die Branche hofft, dass der Erfolg künftig weniger von spektakulären Funktionen, sondern von Alltagstauglichkeit abhängt. Die Schlüssel liegen in Komfort, Design, Preis und nützlichen, alltäglichen Anwendungen – etwa in der Navigation, Sprachassistenten oder der Live-Übersetzung. Ob die Verbraucher bereit sind, für ein Gerät zu zahlen, das weniger als eine Brille aussieht, aber mehr kann, bleibt abzuwarten. Industrieanalysten sehen die Entwicklung als notwendigen Kurswechsel. „Die Brille auf dem Kopf war ein Fehler – zu auffällig, zu unbequem“, sagt ein Experte von Gartner. „Jetzt geht es darum, Technologie zu verstecken, wo sie schon ist: in den Augen.“ Meta und Apple haben sich als Marktführer etabliert, doch die Konkurrenz wird stärker. Der Erfolg wird nicht allein von der Technik, sondern von der Akzeptanz im Alltag abhängen. Wenn die Brillen wirklich unsichtbar im Leben werden, könnte die nächste Ära der Wearables beginnen.

Verwandte Links

Tech-Giganten setzen auf Smartglasses statt Headsets | Aktuelle Beiträge | HyperAI