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Genesis AI: Khosla-backed Startup geht full-stack

Die von Khosla Ventures unterstützte Robotics-Start-up Genesis AI hat ihre Strategie auf einen Full-Stack-Ansatz umgestellt. Das Unternehmen, das im Juli 2025 nach der Präsentation seines ersten Modells GENE-26,5, eine Seed-Finanzierungsrunde von 105 Millionen Dollar abschloss, zeigte kürzlich einen Prototyp einer Roboterhand, die im Design menschlichen Händen gleicht. CEO Zhou Xian und Präsident Théophile Gervet begründeten diese Entscheidung damit, dass der vollständige Zugriff auf die Hardware notwendig ist, um die Intelligenz ihrer KI-Modelle zu verbessern. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern, die oft auf zwei Fingergreifer setzen, besitzt Genesis' Hand dieselbe Größe und Form wie eine menschliche Hand. Dies soll die Diskrepanz zwischen Simulation und realer Welt verringern, ein Problem, das in der Robotik als „Embodiment Gap" bekannt ist. Durch diesen Ansatz hofft das Team, größere Mengen an Daten zu sammeln, um Modelle zu trainieren, die eine Vielzahl von Aufgaben bewältigen können. In Demonstrationsvideos zeigte das System Fähigkeiten wie das Öffnen von Eiern, das Schneiden von Tomaten, das Schlagen von Smoothies, das Spielen von Klavier und das Lösen von Zauberwürfeln. Ein wesentlicher Bestandteil der Technologie ist ein speziell entwickeltes, sensorbestücktes Datenhandschuh. Dieser dient als reales Abbild der Roboterhand und ermöglicht das Sammeln von Trainingsdaten während alltäglicher Tätigkeiten, etwa im Labor oder in der Produktion. Der Handschuh ist leicht, kostengünstig herzustellen und stört die Benutzer nicht im Gegensatz zu bisherigen, sperrigeren Lösungen. Die Start-up plant, neben eigenen Datenquellen auch externe Partner für die Datenerhebung zu gewinnen, um eine Bibliothek menschlicher Fähigkeiten aufzubauen. Das Modell ist bereits auf riesige Mengen an menschenbasierten Internetvideos trainiert. Die Finanzierungsrunde wurde vom Eclipse-Verwaltungsrat und Khosla Ventures angeführt, mit zusätzlichen Investitionen von Bpifrance, HSG und prominenten Einzelpersonen wie dem ehemaligen Google-CEO Eric Schmidt. Diese Mittel ermöglichten es Genesis, seine Belegschaft auf 60 Mitarbeiter auszubauen und Büros in Paris, Kalifornien und London zu eröffnen. Das Team ist zu etwa gleich großen Teilen in Europa und den USA verteilt. Derzeit arbeitet das Unternehmen an der Entwicklung eines allgemeinen Zweckroboters, der als ganzer Körper auftreten wird, wobei die Hand als fundamentale Komponente erhalten bleibt. Gründer Xian betonte, dass das ultimative Ziel der Bau des fähigsten Robotersystems sei. Während die Technologie vielversprechend ist, wirft die Datenerhebung durch Beschäftigte Fragen nach deren Akzeptanz und möglicher Entlohnung auf. Die Start-up hat sich dazu noch nicht festgelegt, ob Mitarbeiter für ihre Datenspenderrolle extra bezahlt werden oder ob die Datenübertragung freiwillig erfolgt. Experten wie Eric Schmidt sehen in diesem Schritt einen wichtigen Meilenstein für das gesamte Robotik-Industrie, der langfristig die Kosten für reale Anwendungen senken könnte. Die Iterationsgeschwindigkeit des Modells wird maßgeblich durch eine eigene Simulationsumgebung gesteigert, die den Trainingsprozess beschleunigt.

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