Unabhängige Studie bestätigt AI-Genauigkeit von BostonGene bei HER2-Scoring
BostonGene hat erneut eine unabhängige Validierung seiner KI-Technologie für die präzise HER2-Bewertung in Brustkrebs erhalten. In einer wegweisenden, blinde, mehrherstellerübergreifenden Studie, die in der Fachzeitschrift Modern Pathology veröffentlicht wurde, wurden zehn verschiedene KI-Modelle hinsichtlich ihrer Genauigkeit und Konsistenz bei der Beurteilung der HER2-Expression in Brustkrebs-Ganzbild-Präparaten (Whole-Slide Images) verglichen. BostonGene’s KI-Modell zeichnete sich durch herausragende Übereinstimmung mit pathologischen Experten und hohe Reproduzierbarkeit aus, wobei es die höchste Übereinstimmungsrate gegenüber Referenzstandards erreichte. Die Studie unterstrich die Fähigkeit der KI, zwischen schwach positiven, negativen und stark positiven HER2-Expressionen zu unterscheiden – ein entscheidender Faktor für die Behandlungsentscheidung, insbesondere bei der Auswahl von gezielten Therapien wie Trastuzumab. Die Bewertung erfolgte anhand von über 1.000 histologischen Präparaten aus verschiedenen Laboren und mit unterschiedlichen Herstellern von Mikroskopen und Bildgebungssystemen, was die Robustheit und Allgemeingültigkeit der KI-Modelle unter realen klinischen Bedingungen testete. BostonGene’s Modell erwies sich als besonders widerstandsfähig gegenüber technischen Variabilitäten wie unterschiedlichen Farbkanälen, Auflösungen und Präparationsmethoden. Dies unterstreicht die Stärke des Unternehmens bei der Entwicklung eines allgemein gültigen KI-Grundmodells für Tumor- und Immunbiologie, das nicht nur auf spezifische Geräte oder Labore zugeschnitten ist. Die Ergebnisse sind von großer klinischer Relevanz, da HER2-Statusbestimmung eine zentrale Rolle in der personalisierten Onkologie spielt. Falsch-negative oder falsch-positive Ergebnisse können zu unangemessenen Behandlungen führen. Die hohe Konsistenz der BostonGene-KI reduziert solche Fehler und könnte die Standardisierung der HER2-Bewertung in der klinischen Praxis fördern. Zudem ermöglicht die automatisierte Analyse eine erhebliche Zeitersparnis für Pathologen, was besonders in Zeiten von Personalengpässen von großem Nutzen ist. Industrieexperten begrüßen die Studie als Meilenstein für die Integration von KI in die routinemäßige Diagnostik. „Dies ist der erste umfassende Vergleich mehrerer KI-Modelle unter realen Bedingungen – und BostonGene zeigt sich als führend“, sagt Dr. Lena Müller, Pathologin am Universitätsklinikum Heidelberg. „Die Konsistenz und Robustheit des Modells sind beeindruckend, besonders bei der Unterscheidung von schwach positiven Fällen, die oft klinisch kritisch sind.“ BostonGene, gegründet 2017 in Waltham, Massachusetts, entwickelt KI-Lösungen für die digitale Pathologie mit Fokus auf die Analyse von Tumoren und Immunantworten. Das Unternehmen hat bereits mehrere Studien mit führenden Krankenhäusern und Forschungseinrichtungen durchgeführt und arbeitet eng mit Regulierungsbehörden wie der FDA zusammen, um seine Technologien klinisch zugelassen zu bekommen. Die aktuelle Studie stärkt das Vertrauen in KI-gestützte Diagnosen und könnte den Weg für breitere Akzeptanz in der Onkologie ebnen.
