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KI bewertet Herzfunktion im MRT besser als Kliniker

Eine am 2. November im Fachjournal The Lancet Digital Health veröffentlichte Studie zeigt, dass künstliche Intelligenz bei der Beurteilung der Herzfunktion aus MRT-Aufnahmen die Gesamtsterblichkeit besser vorhersagen kann als klinische Expertinnen und Experten. Ein Team um George Joy von der City St. George's University of London untersuchte dazu 27382 Patientinnen und Patienten, denen eine kardiale MRT-Untersuchung zugrunde lag. Im Zentrum stand die KI-gestützte Segmentierung der Auswurffraktion im Vergleich zur Beurteilung durch Klinikpersonal. Während eines Nachbeobachtungszeitraums von 5,6 Jahren wies die KI-bewertete Auswurffraktion eine bessere Modellgüte und eine leicht höhere Diskriminationsfähigkeit für die Gesamtsterblichkeit auf. Ergänzte die KI-Bewertung die klinische Einschätzung, verbesserte dies die Vorhersage deutlich. Der umgekehrte Effekt war geringer. Auch nach Berücksichtigung von Alter und Geschlecht blieb die KI-Bewertung überlegen. Nach Einschätzung der Forscherinnen und Forscher erfasst die KI diesen wichtigen Marker sehr konsistent und präzise. Das führe zu einer zwar kleinen, aber bedeutsamen Verbesserung bei der Identifikation von Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risiko.

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