Extreme Network erzielt starke Q1-Zahlen mit Wachstum und AI-Plattform-Booster
Extreme Networks hat seine Finanzergebnisse für das erste Quartal des Fiskaljahres 2026 (Ende September 2025) veröffentlicht und zeigt eine deutliche Verbesserung der finanziellen Performance. Der Umsatz stieg um 15,2 % auf 310,2 Millionen US-Dollar gegenüber 269,2 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Dies ist das sechste Quartal in Folge mit Umsatzwachstum und das dritte Quartal mit zweistelligem Jahresvergleichswachstum. Besonders stark entwickelte sich die Abonnement- und Support-Einnahmen, die um 8,7 % auf 116,2 Millionen Dollar zulegten. Die Anzahl der Kunden mit laufenden Abonnements (SaaS ARR) stieg um 24 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, was auf eine zunehmende Akzeptanz des Subscription-Modells hinweist. Ein zentraler Treiber des Erfolgs ist die Extreme Platform ONE, eine künstliche Intelligenz-gestützte Netzwerkplattform, die seit Mitte Juli 2025 allgemein verfügbar ist. Kunden schätzen ihre Benutzerfreundlichkeit und die automatisierten Funktionen, die durch multimodale, agente-basierte und conversational AI ermöglicht werden. Die neu eingeführte Service-Agent-Funktion soll Routineaufgaben automatisieren und die Arbeitsbelastung für IT-Teams um bis zu 95 % reduzieren. Die Plattform wird in mehreren Großprojekten eingesetzt, darunter die Modernisierung der Netzinfrastruktur des T-Mobile Centers in Kansas City, der Energiemanagement-Unternehmen Doosan Enerbility, des deutschen Cleanroom-Experten Exyte und des niederländischen Burgers Zoo. Auch öffentliche Einrichtungen wie die King County Housing Authority in Washington und die Gateshead Council in England setzen auf Extreme, um ihre Netzwerke zu modernisieren, zu sichern und zentral zu verwalten. Finanziell erzielte Extreme ein operatives Ergebnis von 3,6 % (GAAP) und 13,3 % (nicht-GAAP), wobei das nicht-GAAP-Nettoergebnis auf 30,1 Millionen Dollar stieg – ein Anstieg um 34,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Earnings per Share (nicht-GAAP) beliefen sich auf 0,22 Dollar. Die Liquidität bleibt stabil: Das Cash- und Cash-Equivalents betrug 209 Millionen Dollar, während die Bruttverschuldung bei 201,2 Millionen Dollar lag. Die nicht-GAAP Free Cash Flow belief sich auf ein Defizit von 20,9 Millionen Dollar, was auf hohe Investitionen in Infrastruktur und Softwareentwicklung zurückzuführen ist. Für das zweite Quartal 2026 erwartet Extreme einen Umsatz zwischen 309 und 315 Millionen Dollar, mit einer erwarteten Wachstumsrate von 10 % im Gesamtjahr. Die Aussichten für Gewinn und Cashflow werden als positiv bewertet, insbesondere aufgrund der steigenden Nachfrage nach AI-gestützten Netzwerklösungen. Bewertung durch Branchenexperten: Extreme zeigt mit der starken Umsatzentwicklung und der Akzeptanz der AI-Plattform eine klare Marktpositionierung im Bereich intelligenten Netzwerks. Die hohe Wachstumsrate bei SaaS-ARR und die signifikanten Großkunden-Deals in verschiedenen Branchen (öffentliche Verwaltung, Energie, Freizeit) belegen, dass die Strategie des Unternehmens, auf Cloud und Automation zu setzen, aufgeht. Die hohen nicht-GAAP-Margen deuten auf eine effiziente Kostenstruktur und eine starke Ausrichtung auf profitables Wachstum hin. Experten sehen in der Extreme Platform ONE eine echte Innovation, die die IT-Verwaltung revolutionieren könnte. Allerdings bleibt die Abhängigkeit von der technologischen Umsetzung und der Kundenakzeptanz weiterhin ein Risiko. Die Fähigkeit, die hohen Erwartungen im laufenden Jahr zu erfüllen, wird entscheidend für das Vertrauen der Investoren sein.
