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Mod aktiviert DLSS 5 auf AMD-RX-9000-GPUs

Der Entwickler danielblnc hat es geschafft, Nvidias neu vorgestellte Bildskalierungstechnologie DLSS 5 erfolgreich auf Grafikkarten der AMD-Rdna-4-Architektur (RX-9000-Serie) lauffähig zu machen. Nach dem offiziellen Debüt von DLSS 5 in NBA 2K27 bietet das geschlossene Projekt DLSS-NR-on-AMD eine Workaround-Lösung für Nutzer ohne entsprechende Nvidia-Hardware. Die Modifikation basiert auf einem dynamischen Wrapper, der NGX-API-Aufrufe abfängt und die DLSS-5-Bibliothek auf dem AMD-System zum Laufen bringt. Anschließend werden die enthaltenen KI-Modelle und Tensor-Daten extrahiert, deren Berechnungen über das HIP-RT-Backend statt über CUDA für AMDs Matrix-Beschleuniger umgewandelt. Durch die Anbindung an die FSR-Pipeline des Spiels werden die Bilddaten durch das neuronale Modell geleitet, um die visuelle Qualität einer echten RTX-50-Serie-Grafikkarte zu imitieren, allerdings ohne native Tensor-Kerne. Die aktuellen Leistungswerte bleiben jedoch hinter den Erwartungen zurück. Für Cyberpunk 2077 meldet der Entwickler nach mehreren Patches stabile 30 Frames pro Sekunde bei 1080p auf der Radeon RX 9070 XT. Nutzerberichte deuten auf teils geringere Werte hin, wobei der Rohprozess die Framerate ursprünglich von über 80 FPS auf rund 12 FPS drückt. Das langfristige Ziel besteht darin, die Performance der RTX 5070 Ti zu erreichen, was angesichts der ähnlichen Raster-Leistung beider Chips theoretisch machbar erscheint. Die technische Umsetzung ist rechenintensiv und verursacht durch die fehlende Hardwarebeschleunigung signifikante Overheads. Für die Nutzung sind spezifische Voraussetzungen zu erfüllen. Das Projekt unterstützt ausschließlich DirectX-12-Titel mit FSR-Integration und ist mit jedem Anti-Cheat-System inkompatibel. Nutzer müssen die DLSS-5-Bibliothek selbst bereitstellen, die Executable und die Datei manuell in das Spielverzeichnis verschieben und innerhalb der Grafikeinstellungen FSR 3 oder 4 aktivieren. Über die Ende-Taste lässt sich ein Konfigurationsmenü aufrufen, das Echtzeit-Anpassungen von Struktur und Ton ermöglicht. Während die Modifikation bereits auf der älteren RX-7000-Serie funktioniert, ist die Leistung dort aufgrund fehlender FP8-Unterstützung deutlich schlechter. Unterstützung für die RDNA-3-Generation ist aktuell nicht vorgesehen, da die Entwickler das Hauptaugenmerk zunächst auf die Stabilisierung der RX-9000-Performance legen. Obwohl DLSS 5 ursprünglich exklusiv für die RTX-40- und 50-Serie konzipiert wurde, bestätigt Nvidia eine spätere Verfügbarkeit für ältere Architekturen. Die aktuelle Implementierung stellt zwar die langsamste Ausführung des Modells auf AMD-Hardware dar, demonstriert jedoch das technische Können der Modding-Community. Mit fortlaufenden Optimierungen seitens Nvidia ist in Zukunft eine spürbare Leistungssteigerung und ein effizienterer Betrieb auf nicht kompatiblen Plattformen zu erwarten.

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