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PayPal kooperiert mit OpenAI für Zahlungen in ChatGPT ab nächstes Jahr

PayPal kündigt an, ab 2026 eine direkte Zahlungsoption innerhalb von ChatGPT über die „Instant Checkout“-Funktion von OpenAI einzuführen. Dazu wird PayPal den OpenAI-Entwicklungsstandard „Agentic Commerce Protocol“ (ACP) übernehmen, einen Open-Source-Standard, der es Händlern ermöglicht, ihre Produkte direkt in KI-Anwendungen wie ChatGPT verfügbar zu machen. Dieser Schritt soll es Nutzern erlauben, Produkte zu finden, zu vergleichen und zu kaufen – alles innerhalb des ChatGPT-Interfaces, ohne zwischen verschiedenen Plattformen wechseln zu müssen. Die Zahlung erfolgt über das PayPal-Wallet, wobei Kunden ihre üblichen Zahlungsmethoden nutzen können, inklusive einer Übersicht über Versand- und Kontaktdaten. Die „Instant Checkout“-Funktion, die im September eingeführt wurde, war zunächst nur bei Etsy und Shopify verfügbar, wurde aber bereits auf Walmart ausgeweitet. Mit der Integration von PayPal erhalten Nutzer zusätzliche Sicherheit: PayPal bietet Käuferschutz, Rückbuchungsmöglichkeiten und eine Disputelösung. Zudem stellt PayPal eine eigene API bereit, um Kreditkartenzahlungen direkt innerhalb von ChatGPT zu ermöglichen. Händler, die PayPal nutzen, müssen keine zusätzlichen Integrationen vornehmen. PayPal übernimmt die technische Verbindung zwischen den Produkten und ChatGPT, sodass Produkte aus Kategorien wie Bekleidung, Mode, Beauty, Heimwerken und Elektronik automatisch in der KI-Plattform sichtbar werden. Zusätzlich wird PayPal eine „Agentic Commerce Suite“ vorstellen, die Händlern ermöglicht, ihre Warenkataloge in verschiedenen KI-Apps zu präsentieren, Zahlungen über verschiedene Plattformen entgegenzunehmen und wertvolle Einblicke in das Konsumentenverhalten zu erhalten. Diese Entwicklung ist Teil einer größeren Strategie von PayPal, sich als zentraler Zahlungspartner in der neuen Ära der KI-gesteuerten Einkäufe zu positionieren. Bereits im Mai hatte PayPal eine Zusammenarbeit mit Perplexity vereinbart, um Zahlungen direkt im KI-Suchtool zu ermöglichen. Im September hatte PayPal zudem die Google-Agent-Payments-Protokoll-Integration angekündigt, um Produkte in Google-Produkten sichtbar zu machen. PayPal stärkt zudem die interne Nutzung von KI: Alle Mitarbeiter erhalten Zugang zu ChatGPT im Unternehmensumfeld, und Entwickler können OpenAIs Codex-Tools zur Verbesserung der Softwareentwicklung nutzen. Laut PayPal-CEO Alex Chriss, der die Kooperation als zentrale Innovation bezeichnet, verbinden sich zwei große Nutzergruppen: über 400 Millionen PayPal-Nutzer und hunderte Millionen ChatGPT-Nutzer. „Durch die Partnerschaft mit OpenAI und die Einführung des Agentic Commerce Protocols werden wir Zahlungs- und Einkaufserfahrungen ermöglichen, die es Nutzern erlauben, von der Chat-Interaktion direkt zum Kauf zu wechseln – in nur wenigen Tastenanschlägen.“ Die Erweiterung der Einkaufsfunktionen in ChatGPT, insbesondere in Kombination mit künftigen Produkten wie dem geplanten Atlas-Browser oder dem von OpenAI mit Jony Ive entwickelten Hardware-Gerät, könnte die Rolle von KI-Agenten als persönliche Einkaufshelfer weiter stärken. Dadurch entstehen neue Nutzungsmöglichkeiten für Nutzer und potenzielle Einnahmequellen für OpenAI. Die Integration von PayPal in diese KI-Ökosysteme unterstreicht, wie wichtig vertrauenswürdige, nahtlose Zahlungslösungen in der digitalen Zukunft des Einkaufens sind.

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