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xAI testet Grok Chatbot in Tesla in NYC

Tesla-Besitzer Mike Nelson nutzt seit mehreren Monaten den KI-Chatbot Grok von xAI in seinem Fahrzeug. Der Anwalt mit Erfahrung im Bereich Kfz-Versicherungen beschreibt das System als nützlich, aber potenziell gefährlich. Während einer Fahrt durch New York City zeigte Nelson, wie er Grok als primäre Unterhaltungsquelle nutzt, während er das teilweise automatisierte Fahrassistenzsystem „Full Self-Driving" (FSD) aktiviert hat. Anstatt wie früher Musik oder Hörbücher zu konsumieren, stellt er dem Chatbot Fragen zu allen möglichen Themen, von Gartenbau bis Unternehmensplanung. Tesla begann im Juli 2025 mit der Ausrollung von Grok in seine Fahrzeuge. Das Unternehmen hat zudem zwei Milliarden Dollar in xAI investiert, ein Unternehmen, das auch Teil von SpaceX unter Elon Musk ist. Obwohl Automobilhersteller wie Volvo, Rivian und Mercedes ebenfalls KI-Assistenten integrieren, um Ablenkung durch Smartphones zu reduzieren, warnt Philip Koopman, ein Experte für autonome Fahrzeuge, vor neuen Risiken. Koopman betont, dass Multitasking im Straßenverkehr fehleranfällig ist. Während einfache Hintergrundaktivitäten wie Radiohören vertretbar sein mögen, erfordern Gespräche mit einem Chatbot eine kognitive Ablenkung, die die primäre Aufgabe des Fahrens beeinträchtigt. Statistiken zeigen, dass über 3.000 Menschen jährlich durch abgelenktes Fahren zu Tode kommen. Besonders kritisch sieht es aus, wenn der Chatbot nicht fahrbezogene Themen behandelt oder komplexe Interaktionen erfordert. Nelson berichtete während der Fahrt, dass er am繁忙esten George-Washington-Brücke keine Aufmerksamkeit auf die Fahrbahn legte, sondern mit Grok interagiert. Zudem ist der Chatbot noch fehleranfällig; er gab teilweise falsche Auskünfte, etwa dass er die Sitze oder die Klimaanlage steuern könne, was er später korrigierte. Auch Navigationsbefehle wie die Aufforderung, auf der Broadway zu fahren, wurden nicht korrekt ausgeführt, sodass das Fahrzeug fälschlicherweise die West Side Highway ansteuerte. Sicherheitsbedenken bestehen auch bezüglich unangemessener Inhalte. Grok verfügt über einen NSFW-Modus (Not Safe For Work), der Diskussionen über explizite Themen erlaubt. Ein solcher Modus sorgte bereits international für Kritik, nachdem er von Minderjährigen genutzt wurde, um ungeeignete Inhalte abzurufen. Obwohl Tesla die Version von Grok, die für tiefgefälschte Bilder missbraucht wurde, nicht in den Fahrzeugen anbietet, gibt es keine bekannten Schutzmechanismen, um den Zugang zu reifen Inhalten für Kinder im Auto vollständig zu verhindern. Der National Highway Traffic Safety Administration führt derzeit mehrere Untersuchungen zu Sicherheitsmängeln von Teslas FSD-System durch. Nelson fasst die aktuelle Situation trotz technischer Bewunderung nüchtern zusammen. Er betrachtet sich nicht als Tesla-Fan, doch er erkennt an, dass die Technologie beeindruckend ist, gleichzeitig aber eine ernste Gefahr darstellt. Während die Automobilindustrie die Integration von KI vorantreibt, bleiben die genauen Auswirkungen auf die Fahrsicherheit und die psychologische Belastung der Fahrer weitgehend unerforscht. Die Spannung zwischen fahrzeugintenter Unterhaltung und der Notwendigkeit voller Konzentration auf die Straße stellt ein ungelöstes Problem der modernen Mobilität dar.

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