Elon Musk und Sam Altman liefern sich auf X erneut einen öffentlichen Schlagabtausch über Apples Klage gegen OpenAI wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen
Der öffentlich ausgetragene Konflikt zwischen SpaceX- und xAI-Chef Elon Musk sowie OpenAI-CEO Sam Altman hat sich mit der Veröffentlichung der Klage von Apple verstärkt. Apple wirft OpenAI, dem Hardware-Partner io, der jüngst von OpenAI übernommen wurde, sowie zwei ehemaligen Apple-Mitarbeitern vor, Geschäftsgeheimnisse unrechtmäßig verwendet zu haben. Die Klage, die den wachsenden Fokus von OpenAI auf Konsumer-Hardware verdeutlicht, löste eine neue Runde der wechselseitigen Kritik zwischen den beiden Tech-Firmenchefs aus. Musk reagierte umgehend auf der Plattform X und bezeichnete Altman wiederholt als Scam Altman. Er warf OpenAI vor, ursprünglich als gemeinnützige Open-Source-Initiative gestartet worden zu sein, und verknüpfte dies mit den Vorwürfen der Geschäftsgeheimnisdiebstähle bei Apple. Altman parierte die Angriffe mit dem Verweis auf die Leistungsfähigkeit von OpenAIs neuestem Modell, das in Benchmarks mit der Bezeichnung 5.6 Sol als das weltbeste eingestuft werde. Zugleich wies er die Kritik Musk zurück, unterstellte diesem, Investoren mit unrealistischen Versprechen zu kurzlebiger Weltrauminfrastruktur zu binden. Beide CEOs verweisen auf eine lange, von Machtkämpfen und strategischen Differenzen geprägte Geschichte. Sie gründeten OpenAI im Jahr 2015, bevor die Zusammenarbeit aufgrund von Streitigkeiten über Unternehmensführung, Finanzierung und die Ausrichtung als gemeinnützige oder gewinnorientierte Organisation auseinanderbrach. Im vergangenen Jahr verklagte Musk OpenAI, Altman sowie OpenAI-Präsident Greg Brockman vor einem Bundesgericht und warf ihnen vor, durch die Umwandlung in ein gewinnorientiertes Unternehmen frühe Spendenbeiträge getäuscht zu haben. Die Jury sprach im Mai zu Gunsten von OpenAI. Musk kündigte eine Berufung an. Parallel dazu hat Musk 2023 sein eigenes KI-Unternehmen xAI gegründet, das heute in die Strukturen von SpaceX integriert ist. Die anhaltenden Auseinandersetzungen markieren nicht nur eine persönliche Fehde, sondern spiegeln auch die sich zuspitzende Wettbewerbssituation im globalen KI-Sektor wider. Apples juristischer Schritt unterstreicht zugleich die wachsende Bedeutung von KI-Hardware und die damit verbundenen Risiken im Bereich geistigen Eigentums. Die Situation bleibt dynamisch, während beide Unternehmen ihre jeweiligen technischen und geschäftlichen Ziele vorantreiben.
