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vor einem Monat
Generative KI

Payroll-Startup Remote: Umsatz pro Mitarbeiter um 50% gestiegen

Der Payroll-Dienstleister Remote aus Amsterdam meldete kürzlich einen Jahresumsatz von über 300 Millionen US-Dollar und erreichte die Gewinnschwelle. Doch das eigentliche Highlight liegt nicht nur in diesen Zahlen, sondern in der Effizienzsteigerung: Das Unternehmen steigerte den Umsatz pro Mitarbeiter um 50 Prozent, ohne dabei die Belegschaft zu vergrößern. CEO Job van der Voort attributiert diesen Erfolg konsequent dem flächendeckenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz im gesamten Unternehmen. Die Integration von KI beschränkt sich nicht auf die IT-Abteilung oder die Geschäftsführung. Mitarbeiter aller Bereiche nutzen interne Werkzeuge und das Remote Labs, einen Marktplatz für KI-Applikationen, der auf der firmeneigenen Technologie basiert. Van der Voort demonstrierte dies selbst mit mehreren Parallel-Ausführungen des KI-Modells Claude auf seinem Laptop, die ihn bei verschiedenen Aufgaben unterstützen. Diese Praxis wurde von der Firma auf ihre Kunden übertragen. Mit der neuen Lösung Remote Build stellt das Unternehmen sogenannte „Forward-Deployed Engineers" zur Verfügung, die mit Kunden direkt an individuellen Automatisierungsworkflows arbeiten. Der CEO betont, dass Remote in diesem Bereich vielen Wettbewerbern voraus ist. Der Kern des Geschäfts, die Gehaltsabrechnung, wuchs im Jahresvergleich um mehr als 300 Prozent, eine Leistung, die ebenfalls stark auf die KI-Adoption zurückgeführt wird. Während die Konkurrenz oft auf breite All-in-One-HR-Plattformen setzt, konzentriert sich Remote bewusst auf sein Kernproblem der globalen Compliance und nutzt die KI-Welle, um Software zu einer standardisierten Schnittstelle zu machen. Mit dem neu eingeführten Remote MCP ermöglicht das Unternehmen KI-Agenten sicherer direkter Zugriff auf Payroll-Daten, wodurch Partnerlösungen wie BambooHR oder Workday Remote als Backend nutzen können. Interne Prozesse wurden massiv optimiert. Durch den Einsatz von KI-gestütztem Coding ist der Anteil der von Maschinen geschriebenen Code-Zeilen auf über 85 Prozent angewachsen. Dies hat dazu geführt, dass das Einstellungsziel für das kommende Jahr nach unten korrigiert wurde, ohne dass es jedoch zu Entlassungen kam. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen auf die Weiterbildung bestehender Mitarbeiter und den direkten Kauf von KI-Ressourcen. Die gestiegenen Kosten für KI-Dienste werden durch die Effizienzgewinne leicht absorbiert. Van der Voort sieht dies als einen wichtigen Schritt in die Zukunft, in dem KI-Agenten komplexe Aufgaben autonom übernehmen, während die menschliche Arbeit auf strategische und überwachende Funktionen verlagert wird. Der CEO nutzt bereits eigene Open-Source-Agenten wie „Jim", um sicherzustellen, dass externe Systeme sicher und kontrolliert auf interne Daten zugreifen können. Remote zeigt damit, dass KI nicht nur zur Beschleunigung, sondern zur fundamentalen Neugestaltung von Skalierungsmodellen genutzt werden kann, um mehr Wert ohne proportionales Wachstum des Personals zu generieren.

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