LinkedIn-Chef nutzt KI für wichtige E-Mails – mit Copilot als Assistenten
LinkedIn-Chef Ryan Roslansky hat in einem Gespräch im San Franciscoer Büro seines Unternehmens offenbart, dass er künstliche Intelligenz (KI) regelmäßig bei der Erstellung von hochsensiblen E-Mails einsetzt – unter anderem an Microsoft-Chef Satya Nadella oder internationale Führungspersönlichkeiten. Laut Roslansky funktioniert KI für ihn wie ein „zweiter Verstand“, der ihn sehr gut kennt und ihm bei der Formulierung präziser, überzeugender Nachrichten hilft. Besonders bei „super hohen Risiken“ wie strategischen Kommunikationen mit CEOs oder Staatschefs sei KI unverzichtbar, um professionell und klug zu wirken. Dabei setzt er auf Microsofts KI-Assistenten Copilot, der nicht einfach automatisch Antworten generiert, sondern ihn schrittweise durch einen Prozess führt: durch gezielte Fragen, die die Zielrichtung der Antwort klären. Roslansky kritisiert die frühere Version von KI-Tools, die einfach eine Antwort „blind“ vorschlugen – ein Ansatz, der zu vielen falschen Entscheidungen führen könne, da die KI zu viele Parameter selbst bestimmen müsse. Stattdessen nutzt er Copilot nun als kooperativen Partner, der ihm bei der Strukturierung und Formulierung hilft, aber nicht die gesamte Inhaltsentwicklung übernimmt. Seine Praxis spiegelt eine zunehmende Trendwende in der Führungsebene wider. Eine Gallup-Umfrage aus Juni zeigte, dass Führungskräfte – also Manager von Managern – KI doppelt so häufig nutzen wie operative Mitarbeiter. In verschiedenen Branchen, von Technologie über Einzelhandel bis hin zu Finanzen, berichten Exekutivmanager gegenüber Business Insider, dass sie KI für tägliche Kommunikation, Dokumentenanalyse und strategische Planung nutzen. Für Roslansky ist die Integration von KI in seine Arbeit „einfach großartig“ und ein Alltagshelfer, der nicht nur Effizienz steigert, sondern auch die Qualität seiner Kommunikation verbessert. Industriebeobachter sehen in dieser Entwicklung einen tiefgreifenden Wandel im Führungsverhalten. KI wird zunehmend nicht mehr als Werkzeug zur Automatisierung, sondern als kognitiver Partner wahrgenommen, der strategische Denkprozesse unterstützt. Unternehmen wie Microsoft, Google und Salesforce investieren massiv in KI-Integration in ihre Produktivitäts-Tools, um Führungskräfte bei komplexen Entscheidungen zu unterstützen. Roslanskys Ansatz zeigt, dass selbst Top-Manager zunehmend auf KI vertrauen, um in einer schnelllebigen, informellen Welt präzise und überzeugend zu kommunizieren – ein Zeichen dafür, dass KI nicht nur die Arbeit, sondern auch die Art und Weise, wie Führung funktioniert, grundlegend verändert.
