Experimenteller AMD-Treiber deckt FSR-8x-Modus auf
AMD testet derzeit erweiterte Optionen für die FSR Multi Frame Generation in experimentellen Treibereinstellungen, die auf eine mögliche Integration von bis zu 8-fachen Frame-Generationsverhältnissen hindeuten. Die Informationen stammen aus dem aktuellen Adrenalin Edition 26.6.2 Treiber, wobei die entsprechenden Konfigurationsparameter über das Open-Source-Tool RadeonTuner auf den Chiphell-Foren sichtbar wurden. Zusätzlich zu den neuen Multi Frame Generation-Ratios von 1x bis 8x wurden Override-Optionen für den FSR Ray Regeneration Denoiser und FSR Neural Radiance Caching identifiziert. Theoretisch würde dies Basis-Frameraten von 60 Bild pro Sekunde auf bis zu 480 steigern und damit deutlich über den aktuellen Leistungswerten von Konkurrenzprodukten liegen. Die Entwickler hinter RadeonTuner betonen jedoch, dass es sich bei den gefundenen Einstellungen um reine Platzhalter handelt, die AMD häufig schon Monate vor einer tatsächlichen Implementierung in Treibern hinterlegt. Die Funktionen sind aktuell nicht aktivierbar, und eine finale Umsetzung in genau dieser Form ist nicht garantiert. Der Fund deutet dennoch auf eine aktive Vorbereitung von AMD auf FSR-Technologien der nächsten Generation hin. Diese Entwicklung steht im engen Zusammenhang mit der vor Kurzem präsentierten Rendering-Suite FSR Diamond, die zuvor als FSR Next firmierte. FSR Diamond ist als KI-gestützter Render-Pipeline-Entwurf konzipiert, der maschinelles Lernen für Upscaling, Ray Regeneration und Multi Frame Generation kombinieren soll. AMD-Graphikchef Jack Huynh bestätigte in diesem Kontext, dass die Technologie auf einer mehrjährigen ingenieurtechnischen Zusammenarbeit mit Microsoft beruht, deren Bedeutung auch durch die jüngste Enthüllung der Xbox-Plattform Project Helix unterstrichen wird, auf der FSR Diamond standardmäßig implementiert sein soll. Zwar lässt sich aus den experimentellen Treibereinträgen kein direkter Fahrplan für eine zeitnahe Consumer-Verfügbarkeit ableiten, die Konfigurationsoptionen markieren jedoch klar die technische Richtung. AMD bereitet die Hardware- und Software-Grundlagen vor, um Frame-Generation und KI-Upscaling zukünftig flexibler und leistungsstärker über das gesamte Radeon-Ökosystem zu streuen. Konsumenten und Entwickler sollten die aktuellen Einstellungen als Entwicklungsindikator werten, während offizielle Spezifikationen, Performance-Zertifizierungen und Veröffentlichungspläne noch durch AMD bestätigt werden müssen. Die weiteren Schritte werden maßgeblich davon abhängen, wie die integrierten KI-Modelle auf bestehender und zukünftiger GPU-Architektur skalieren und welche Leistungsgewinne im praktischen Betrieb realisiert werden können.
