OpenAI ernennt Ex-Uber-Indienchef zum Indien-Leiter
OpenAI hat mit der Ernennung von Prabhjeet Singh als erstem Geschäftsführer für den indischen Markt einen strategischen Schritt seiner Expansion außerhalb der USA unternommen. Singh, dessen Ausscheiden bei Uber für Indien und Südasien kürzlich bekannt wurde, tritt im September in das Unternehmen ein und wird dabei Kiran Mani, dem Managing Director für den asiatisch-pazifischen Raum, unterstellt sein. Seine Aufgaben umfassen die Steuerung des Verbraucherwachstums, die vorantreibende Unternehmensakquise, das Management strategischer Partnerschaften, die regulatorische Interessenvertretung sowie die operative Führung in Indien. Diese Personalie markiert die konsequente Fortsetzung von OpenAIs Markteintritt in den zweitgrößten Markt nach den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen hat seine Präsenz bereits durch eine Niederlassung in New Delhi sowie die Planung von Standorten in Mumbai und Bengaluru gefestigt. Die Rekrutierungsbemühungen in der Region wurden durch frühere Schlüsselaufträge ergänzt, darunter die Strategie- und Public-Policy-Chefin Pragya Misra sowie der politische Berater Rishi Jaitly zur Regierungskommunikation. Parallel dazu hat OpenAI sein lokales Team um Ingenieurinnen und Manager für KI-Implementierung, Entwickler-Experience und Partnerakquise aufgestockt. OpenAIs indische Strategie fokussiert sich auf die Skalierung von ChatGPT, das im Land eine rasante Akzeptanz erfährt. Das Unternehmen hat bereits Kooperationen mit führenden Konzernen wie der Reliance-Gruppe und dem Tata-Konzern sowie Initiativen in den Bereichen Hochschulbildung, Unternehmenszahlungen, KI-gestützter Handel und Streaming geschlossen. Zudem ist OpenAI in den Ausbau der lokalen Recheninfrastruktur eingebunden, was die steigende Nachfrage nach generativer KI in einem Markt mit über einer Milliarde Internetnutzern und einem großen Entwicklerpool widerspiegelt. Indien hat sich zugleich zum zentralen Wettbewerbsfeld für US-KI-Unternehmen entwickelt. Der direkte Konkurrent Anthropic hat sein indisches Büro bereits Ende 2025 in Bengaluru eröffnet und die ehemalige Microsoft-Indien-Chefin Irina Ghose für das Land gewonnen. OpenAIs nächste Führungsposition in Delhi positioniert das Unternehmen strategisch, um regulatorische Hürden zu navigieren und einen nachhaltigen geschäftlichen Fuß zu fassen. Die Kombination aus lokaler Expertise, Vernetzung und globaler KI-Technologie soll die Marktpositionierung OpenAIs in Südostasien nachhaltig stärken.
