Nvidia erreicht Rekordumsatz mit AI-Hardware, Gaminganteil sinkt auf 11,45 %
Nvidia hat in seinem vierten Quartal des Fiskaljahres 2026 mit einem Rekordumsatz von 68,127 Milliarden US-Dollar und einem Jahresumsatz von 215,938 Milliarden US-Dollar die bisher höchsten Finanzwerte aller Zeiten erreicht. Dieser Erfolg wurde maßgeblich durch die explosive Nachfrage nach KI-Infrastruktur getrieben, insbesondere in den Bereichen Datenzentren. Der Umsatz aus dem Datenzentrum-Geschäft stieg im Quartal auf 62,314 Milliarden Dollar – ein Anstieg von 75 % gegenüber dem Vorjahresquartal – darunter 51,334 Milliarden Dollar für GPUs und CPUs sowie 10,98 Milliarden Dollar für Netzwerkkomponenten, die um 263 % wuchsen. Für das gesamte Jahr belief sich der Datenzentrum-Umsatz auf 193,737 Milliarden Dollar, ein Wachstum von 68 % gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn lag bei 42,96 Milliarden Dollar im Quartal, ein Plus von 94 % gegenüber dem Vorjahr, während die Bruttomarge über 75 % betrug. Der Gesamtjahresgewinn erreichte 116,997 Milliarden Dollar, ein Anstieg um 58 %. CEO Jensen Huang betonte die Bedeutung der KI-Revolution: „Der Wendepunkt der agentenbasierten KI ist erreicht.“ Er hob die Leistungsfähigkeit der Grace Blackwell-Architektur mit NVLink hervor, die die Kosten pro Token drastisch senkt, und kündigte die kommende Vera-Rubin-Generation an, die die Führung weiter ausbauen soll. Im Gegensatz zum Datenzentrum-Geschäft zeigte das Gaming-Geschäft saisonale Schwankungen: Der Umsatz mit Gaming-GPUs lag im vierten Quartal bei 3,727 Milliarden Dollar, ein Rückgang um 13 % im Vergleich zum Vorquartal – was jedoch im Rahmen erwarteter saisonaler Trends liegt – und ein Plus von 47 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Insgesamt erwirtschaftete Nvidia im Jahr 2026 22,201 Milliarden Dollar aus Grafikprodukten, was 11,45 % des Gesamtumsatzes ausmacht. Die Verkäufe von professionellen Visualisierungslösungen stiegen um 70 %, die von preiswerten OEM-GPUs um 59 %. Trotz des starken Wachstums warnte Nvidia vor einer knappen Versorgung mit Gaming-Hardware in den kommenden Quartalen. CEO Huang erklärte, dass die Produktionskapazitäten in Q1 und Q2 FY2027 eingeschränkt bleiben könnten, was zu einem Rückgang des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr führen könnte. Die Automobilsparte erzielte im Quartal 604 Millionen Dollar, etwa stabil gegenüber dem Vorjahr, und 2,349 Milliarden Dollar im Jahr – ein Anstieg um 39 %. Für das erste Quartal des Fiskaljahres 2027 erwartet Nvidia einen Umsatz von 78 Milliarden Dollar mit einer Schwankungsbreite von ±2 %, unter Ausschluss von Verkäufen an China. Die Bruttomarge soll bei 74,9 % liegen. Die fortgesetzte Nachfrage nach Blackwell- und Blackwell Ultra-Plattformen im Westen bleibt ein zentraler Treiber. In der Branche wird der Erfolg von Nvidia als Bestätigung der Dominanz in der KI-Hardware-Wertschöpfung gesehen. Analysten betonen, dass das Unternehmen nicht nur die Technologie, sondern auch die Marktdominanz in der KI-Infrastruktur festigt. Mit einer Umsatzstruktur, bei der nur knapp 11,5 % auf Gaming entfallen, ist Nvidia klar in Richtung einer reinen KI- und Datenzentrum-Plattform ausgerichtet. Die Fähigkeit, die Nachfrage nach High-End-KI-Infrastruktur zu befriedigen, bleibt entscheidend für die Zukunft.
