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Trump fördert fliegende Taxis – ohne ausreichende Sicherheitsregeln

Donald Trump hat mit einem umfassenden Regierungsprogramm die Tür für eine futuristische Luftmobilität in den USA weit geöffnet. In einer Reihe von Schritten, die von der Unterstützung großer Tech-Unternehmer geprägt sind, hat die Regierung unter Trump die Entwicklung von elektrischen vertikalen Start- und Landeanlagen (eVTOL), auch als „Air Taxis“ bekannt, massiv beschleunigt. Zentrales Element ist der von Verkehrsminister Sean Duffy (ehemaliger Road Rules-Teilnehmer) angekündigte „Electric Vertical Takeoff and Landing Integration Pilot Program (eIPP)“, ein dreijähriges Pilotprojekt, das mindestens fünf Projekte umfasst und auf einer öffentlich-private Partnerschaft zwischen Bundesbehörden und unbekannten Luftfahrtunternehmen basiert. Ziel ist es, die Integration dieser Fahrzeuge in den nationalen Luftraum zu beschleunigen – inklusive kürzerer Flüge als Lufttaxi, längere Strecken mit Flugzeugen sowie Logistik, medizinische Transporte und Unterstützung bei Notfällen oder in der Offshore-Energiebranche. Die Initiative wurde durch einen Exekutivbefehl aus Juni 2024, „Unleashing American Drone Dominance“, vorangetrieben, der die kommerzielle Nutzung von Drohnen und eVTOL-Technologien fördern soll. Dabei wird die FAA (Federal Aviation Administration) zwar weiterhin für die Zertifizierung zuständig sein, doch die Pilotprogramme sollen bereits vor vollständiger Zertifizierung betrieben werden – ein klarer Bruch mit traditionellen Sicherheitsprotokollen. Die Regierung fordert außerdem Bundes- und Kommunen auf, eigene Regelwerke zu entwickeln, um die neuen Luftfahrzeuge zu integrieren. Ob diese Rahmenbedingungen streng genug sein werden, bleibt unklar. Unternehmen wie Archer Aviation reagieren begeistert: Das Unternehmen kündigte an, sich aktiv am eIPP zu beteiligen und mit Airlines wie United Airlines sowie Städten zusammenzuarbeiten, um den Midnight-Airbus – eine elektrische Lufttaxi-Variante – in realen Tests zu prüfen. Ziel: Nachweis von Sicherheit, Geräuscharmut und Skalierbarkeit. Doch Kritiker warnen, dass die Priorisierung von „Innovation“ und Wirtschaftswachstum gegenüber regulatorischer Sorgfalt ein erhebliches Risiko darstellt. Die Geschichte der „fliegenden Autos“ ist geprägt von Versprechen, die nie eingelöst wurden – nun könnte die Realität schneller kommen, als die Sicherheitsstandards bereit sind. In der Branche wird die Initiative als Meilenstein gesehen, der die USA als globalen Vorreiter in der Luftmobilität positionieren könnte. Doch Experten betonen: Ohne strenge, transparente und unabhängige Überwachung droht ein Szenario, in dem technologische Ambitionen die öffentliche Sicherheit gefährden. Die Trump-Regierung setzt auf eine „Wettlauf-Strategie“ – die Frage ist, ob sie die Sicherheit auf der Strecke lässt.

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