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AI treibt Wachstum, aber nicht die Arbeitsplätze – Goldman Sachs warnt vor jobless growth

Die US-Wirtschaft zeigt weiterhin robuste Wachstumsraten, doch laut einer Analyse von Goldman Sachs könnte sich ein neuer Trend abzeichnen: „jobless growth“ – wirtschaftliches Wachstum ohne entsprechende Beschäftigungszunahme. Die Bank warnt, dass künstliche Intelligenz (KI) zunehmend die Produktivität treibt, während gleichzeitig die Arbeitsmarktdynamik schwächer wird. Besonders auffällig sei, dass die Beschäftigung außerhalb des Gesundheitssektors in den letzten Monaten rückläufig sei, während das Bruttoinlandsprodukt weiter ansteige. Dieses Ungleichgewicht sei in Zukunft möglicherweise Normalität, da die KI-Produktivitätssteigerung der Haupttreiber des Wachstums sei, während die Bevölkerungsentwicklung und geringere Einwanderung nur begrenzt zur Arbeitskraft beitragen. Ein besonderes Risiko sehen die Analysten in der zunehmenden Nutzung von KI zur Kostensenkung durch Unternehmen. Managementteams setzten verstärkt auf KI, um Personal zu ersetzen, was langfristig die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften dämpfen könnte. Besonders betroffen seien junge Technikbeschäftigte, deren Beschäftigungswahrscheinlichkeit durch KI-Technologien beeinträchtigt wird. In den am stärksten von KI betroffenen Branchen sei bereits ein negativer Beschäftigungstrend zu erkennen, obwohl der Gesamteffekt bislang noch begrenzt sei. Goldman Sachs betont, dass dramatische Massenarbeitslosigkeit nicht unmittelbar zu erwarten sei, doch Übergangsprobleme seien wahrscheinlich. Historisch gesehen führen technologische Umbrüche oft zu vorübergehender Arbeitslosigkeit und Berufswechseln. Die Art der Innovation sei entscheidend: Während einige Technologien neue Jobs schaffen, ersetzen viele KI-Anwendungen menschliche Arbeit. Wenn KI vor allem arbeitsersetzend wirkt, könnte dies die Erreichung voller Beschäftigung erschweren. Ein weiteres Risiko ist die Verschärfung der Ungleichheit. KI könnte den Wert von Fachkräften erhöhen, die sie nutzen können, während mittlere, white-collar-Jobs – ähnlich wie Fabrikarbeit durch Automatisierung – abgebaut werden. Frühe Daten deuten darauf hin, dass auch niedrigqualifizierte Arbeitnehmer von bestimmten KI-Anwendungen profitieren könnten, was eine Abkehr von klassischen Trends wäre. Ein positiver Aspekt: Höhere Produktivität durch KI könnte die Inflation dämpfen. Das könnte der US-Notenbank (Fed) Spielraum geben, Zinssenkungen vorzunehmen, selbst wenn die Arbeitslosigkeit steigt – ähnlich wie in der frühen 2000er Jahre, als die Wirtschaft schnell wuchs, aber die Beschäftigung Jahre brauchte, um aufzuholen. Die Gefahr einer „jobless recovery“ bleibt also real, besonders wenn eine Rezession folgt, nach der Unternehmen ihre Strukturen rationalisieren. Aktuelle Daten bestätigen die Spannung: Der private Sektor verlor im September 32.000 Jobs (ADP), Jobangebote sanken um 17,2 % gegenüber dem Vorjahr (Revelio Labs), und die geplanten Einstellungen erreichten das niedrigste Niveau seit der Finanzkrise (Challenger, Gray & Christmas). Insgesamt zeigt sich ein angespannter Arbeitsmarkt, der durch KI, politische Unsicherheiten und den Staatshaushaltsstreit weiter belastet wird. In der Branche wird die Warnung als ernstzunehmendes Signal gewertet. Experten betonen, dass die Transformation zwar nicht sofort zu Katastrophen führen muss, aber strukturelle Anpassungen erfordert – etwa in Bildung, Weiterbildung und Sozialsystemen. Goldman Sachs bleibt weiterhin ein zentraler Akteur in der KI-Analyse, deren Berichte oft Marktbewegungen beeinflussen. Die Bank positioniert sich als Vordenker im Bereich technologischer Wirtschaftsprognosen, wobei ihre Einschätzungen bei Investoren und Politikern großen Einfluss haben.

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