Todoist Ramble: Aufgaben per Sprache erstellen – jetzt verfügbar
Doist, der Entwickler der beliebten To-Do-App Todoist, hat mit „Todoist Ramble“ eine neue KI-gestützte Funktion vorgestellt, die es Nutzern ermöglicht, Aufgaben per Spracheingabe zu erstellen. Statt manuell einzutippen, können Benutzer einfach auf das Ramble-Symbol tippen und ihre Aufgaben in natürlicher Sprache beschreiben – selbst wenn ihre Formulierungen unstrukturiert oder umständlich sind. Die KI analysiert dabei automatisch wichtige Details wie Fristen, Prioritäten, Dauer und Verantwortliche und wandelt sie in organisierte Aufgaben um. Die Funktion arbeitet in Echtzeit: Änderungen während der Spracheingabe, wie „Mach das lieber auf Donnerstag“ oder „Das war’s“, werden sofort berücksichtigt. Ramble basiert auf großen Sprachmodellen (LLMs), speziell dem Google Gemini 2.5 Flash Live-Modell, das über Vertex AI in Echtzeit Sprache verarbeitet. Die Audio-Daten werden weder gespeichert noch für das Training der KI genutzt, und die App ist nach dem SOC2 Type II-Zertifizierungsstandard sicher. Die Funktion ist Teil des umfassenderen KI-Ökosystems „Todoist Assist“ und steht ab sofort auf iOS, Android, Desktop und Web zur Verfügung. Sie unterstützt 38 Sprachen und ist für alle Nutzer zugänglich – allerdings mit Einschränkungen: Nutzer des kostenlosen „Beginner“-Plans erhalten begrenzte Sitzungen pro Monat, während Nutzer von Pro- und Business-Plänen unbegrenzten Zugriff haben. Für eine einfache Nutzung können Benutzer auf iOS Home-Screen- oder Sperrbildschirm-Shortcuts nutzen, auf Android sind App-Shortcuts, Widgets und Quick-Settings-Tiles verfügbar. Vor der öffentlichen Veröffentlichung wurde Ramble in einer Beta-Phase mit etwa 150.000 Testern aus der „Todoist Experimental“-Community getestet. Innerhalb von drei Wochen wurden rund 290.000 Sitzungen durchgeführt. Die Erfolgsrate bei der Aufgaben-Erstellung stieg von etwa 40 % im Oktober auf 62 % im Dezember. Gleichzeitig zeigte sich ein deutlicher Anstieg bei der Upgrade-Rate: Neue Nutzer des Einsteigerplans erhöhten ihre Upgrade-Wahrscheinlichkeit um das Fünffache im Vergleich zur Vor-Ramble-Phase. Industriebeobachter sehen in Ramble einen weiteren Schritt in Richtung kontextbewusster, sprachgesteuerter Produktivitäts-Tools. Ähnliche Ansätze finden sich bei Geräten wie Amazon’s Bee oder Smart-Ringen wie dem Stream von Sandbar, die ebenfalls Spracheingaben in Aufgaben umwandeln. Doch im Gegensatz zu hardwarebasierten Lösungen bietet Ramble die Flexibilität, direkt in einer etablierten App zu funktionieren – ohne zusätzliche Hardware. Die Integration von KI in Alltags-Tools wie Todoist zeigt, wie stark die Grenzen zwischen Spracheingabe, KI-Verarbeitung und Produktivitätsmanagement verschwimmen. Doist positioniert sich damit klar im Wettbewerb um intelligente, nahtlose Task-Management-Lösungen.
