Meta startet Entlassungstag
Meta hat am 20. Mai mit dem größten Stellenabbau seines aktuellen Sparprogramms begonnen. In drei Wellen um 4 Uhr morgens wurden E-Mail-Benachrichtigungen an rund 10 % der etwa 78.000 Mitarbeiter versendet. Insgesamt sollen etwa 8.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Die Entlassungen finden auf verschiedenen Zeitzonen basierend regional gestaffelt statt, wie eine interne Mitteilung der leitenden HR-Mitarbeiterin Janelle Gale bestätigte. Für die betroffenen Mitarbeiter in den USA ist ein umfangreiches Abfindungspaket vereinbart. Dieses umfasst 16 Wochen Grundgehalt zuzüglich zwei Wochen Zusatzbezahlung für jedes vollendete Dienstjahr. Besonders hervorzuheben ist die Gesundheitsversorgung: Die Betroffenen erhalten 18 Monate volle Krankenversicherung für sich und ihre Familien, was eine Verdreifachung des bisherigen Umfangs darstellt. International werden ähnlich attraktive Pakete angeboten, die jedoch je nach lokaler Gesetzgebung variieren. Im Vergleich dazu bot der Fintech-Konzern Block kürzlich seinen entlassenen Mitarbeitern 20 Wochen Gehalt und sechs Monate Versicherung, während Amazon ebenfalls drei Monate Vollgehalt und Zusatzleistungen gewährte. Ein wesentlicher Grund für die Entlassungen liegt in der strategischen Umstrukturierung des Unternehmens. Gale teilte den Mitarbeitern mit, dass insbesondere Führungskräftepositionen gestrichen werden, um flachere Hierarchien zu schaffen. Das Ziel ist es, kleinere, agilere Teams zu bilden, die schneller operieren und mehr Eigenverantwortung übernehmen können. Die Unternehmensführung betont, dass diese Veränderungen notwendig sind, um die Effizienz zu steigern und die steigenden Investitionen zu kompensieren. Seit der Ankündigung der bevorstehenden Entlassungen am 23. April befanden sich viele Angestellte in einer Phase der Unsicherheit. Die HR-Abteilung hatte im Laufe des Monats versucht, die Stimmung zu stabilisieren und die Situation so positiv wie möglich zu gestalten. Parallel zu den Entlassungen plant Meta, über 7.000 Mitarbeiter auf neue Initiativen im Bereich Künstliche Intelligenz zu verlagern. Das Unternehmen investiert massiv in diesen Sektor und prognostiziert für 2026 Kapitalausgaben zwischen 125 und 145 Milliarden Dollar. Die Führungskräfte von Meta gaben bereits an, dass die aktuellen Kürzungen nicht zwingend das Ende des Sparprogramms markieren. Es ist nicht ausgeschlossen, dass weitere Stellenabbau-Runden folgen könnten. Bislang gab Meta auf eine Anfrage nach einer offiziellen Stellungnahme keine Antwort. Der Prozess der Restrukturierung wird schrittweise erfolgen, wobei organisatorische Änderungen an verschiedenen Standorten und Abteilungen Ankündigungspunkte haben werden. Die aktuellen Maßnahmen sollen sicherstellen, dass Meta in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld, insbesondere im KI-Wettlauf, wettbewerbsfähig und effizient bleibt.
