OpenAI launcht App-Store-ähnliches Portal für ChatGPT-Apps
OpenAI hat eine neue Generation von Integrationen für ChatGPT vorgestellt, die es Nutzern ermöglicht, direkt aus dem Chatbot heraus auf externe Dienste wie Spotify, Canva, Zillow, Expedia, Booking.com, Coursera und Figma zuzugreifen. Diese Funktionen funktionieren wie eingebettete Mini-Apps, die es erlauben, Aufgaben wie das Erstellen einer Musikplaylist, das Entwerfen eines Social-Media-Beitrags, die Suche nach Immobilien oder die Buchung einer Reise direkt im ChatGPT-Interface zu erledigen – ohne die jeweilige App verlassen zu müssen. Die Integrationen nutzen natürliche Sprache: Nutzer können beispielsweise sagen „Erstelle eine Playlist mit alternativen Rockbands“ oder „Zeig mir Häuser mit großem Garten in meiner Nähe“, und ChatGPT greift daraufhin auf die entsprechenden Dienste zurück. Spotify ermöglicht es Nutzern, ihre Accounts zu verknüpfen und personalisierte Playlists basierend auf Gesprächen mit ChatGPT zu erstellen. Premium-Nutzer erhalten dabei eine maßgeschneiderte Auswahl an Tracks, während Free-Nutzer auf bereits bestehende Playlists wie „New Music Friday“ zugreifen können. Canva und Figma erlauben das Erstellen, Vorschauen und Bearbeiten von Designs und Diagrammen direkt im Chat. Benutzer können Anfragen wie „Erstelle einen Instagram-Beitrag für unsere Sale-Aktion“ stellen, und die Ergebnisse können direkt in den jeweiligen Tools weiterbearbeitet werden. Zillow liefert Immobilienangebote mit Fotos, Karten und Preisen, wobei die Funktion zunächst für Miet- und Kaufangebote von Privatpersonen und Maklern verfügbar ist – weitere Features wie 3D-Touren und Neubauimmobilien sollen folgen. Expedia und Booking.com ermöglichen die Suche nach Unterkünften mit Flugoptionen, dynamischen Preisen und Kartenansichten. Coursera integriert Lerninhalte, sodass ChatGPT Inhalte aus dem Kursangebot empfehlen oder erklären kann. Weitere Dienste wie Uber, DoorDash, Instacart, OpenTable, Target, Peloton, Tripadvisor und AllTrails sollen später in diesem Jahr hinzukommen. Die Funktionen sind derzeit noch nicht für Nutzer in der Europäischen Union verfügbar. OpenAI kündigte außerdem ein Software-Entwicklungskit (SDK) an, das Entwicklern erlaubt, eigene Apps für ChatGPT zu erstellen. Diese sollen später in einem öffentlichen App-Verzeichnis erscheinen, das nach Kriterien wie Designqualität, Nutzen und Vertrauenswürdigkeit sortiert wird. Apps, die hohe Standards erfüllen, werden besonders hervorgehoben. OpenAI will auch eine Zahlungsfunktion einführen, die es Nutzern ermöglicht, über ChatGPT direkt Produkte zu kaufen – ein Schritt, der die Geschäftsmodelle von Apple und Google herausfordern könnte, die aktuell über ihre App-Stores erhebliche Einnahmen erzielen. CEO Sam Altman betonte, dass ChatGPT nun 800 Millionen Nutzer pro Woche hat und sich zu einer Plattform für interaktive, adaptive und personalisierte Anwendungen entwickelt. Die neuen Funktionen sollen Entwicklern helfen, Produkte schneller zu skalieren. Die offizielle Aufnahme von App-Entwicklern und die Details zur Monetarisierung werden später in diesem Jahr bekanntgegeben.
