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NVIDIA DGX Spark: Petaflop-Supercomputer für Desktop-AI

NVIDIA hat mit der DGX Spark die weltweit kleinste AI-Supercomputer-Plattform vorgestellt, die ab dem 15. Oktober 2025 über die NVIDIA-Website und ausgewählte Partner wie Acer, ASUS, Dell, Lenovo, MSI, GIGABYTE und Micro Center in den USA erhältlich sein wird. Der Desktop-Computer, der mit 3999 US-Dollar (ursprünglich 3000 Dollar angekündigt) kostet, ist ein vollständiges AI-Entwicklungssystem in kompakter Form. Er basiert auf der NVIDIA Grace Blackwell-Architektur und verfügt über eine Leistung von einem Petaflop im AI-Modus, 128 GB gemeinsamer CPU-GPU-Speicher und bis zu 4 TB NVMe-SSD-Speicher. Die Leistung wird durch einen GB10-Superchip, NVIDIA ConnectX-7-Netzwerk und NVLink-C2C-Technologie ermöglicht, die die Bandbreite um das Fünffache gegenüber PCIe Gen5 erhöht. Der DGX Spark ist nicht für den alltäglichen Gebrauch wie Büroanwendungen oder Gaming gedacht, sondern speziell für Entwickler, Forscher und Studierende, die große KI-Modelle lokal trainieren oder anpassen wollen. Er ermöglicht die Inference auf Modellen mit bis zu 200 Milliarden Parametern und das Fine-Tuning von Modellen bis 70 Milliarden Parametern direkt am Arbeitsplatz. Die vorinstallierte NVIDIA AI-Software-Stack, einschließlich CUDA-Bibliotheken, NIM-Mikroservices und Zugriff auf Modelle wie FLUX.1 oder Qwen3, ermöglicht sofortiges Arbeiten mit KI-Agenten, Bildgenerierung, visuellen Suchsystemen und Chatbots. NVIDIA-Chef Jensen Huang überreichte eine der ersten Einheiten persönlich an Elon Musk in Starbase, Texas – eine symbolische Geste, die an die Überreichung der ersten DGX-1-Systeme an OpenAI im Jahr 2016 erinnert. Damals begann die Ära der KI-Supercomputer. Mit DGX Spark will NVIDIA die KI-Entwicklung in die Hände jedes Entwicklers bringen und die nächste Welle von Innovationen auslösen. Auch Unternehmen wie Meta, Microsoft, Google, Hugging Face, JetBrains und Anaconda testen ihre Tools auf der Plattform. Obwohl der DGX Spark nur 2,65 Pfund wiegt und mit 240 Watt Stromverbrauch gegenüber den 3.200 Watt des alten DGX-1 deutlich effizienter ist, bietet er Leistung, die weit über herkömmliche PCs hinausgeht. Mit etwa 1.000 TOPS (Trillionen Operationen pro Sekunde) übertrifft er nicht nur typische Desktops, sondern auch Chips wie den Snapdragon X2 Elite Extreme (70 TOPS). Allerdings bleibt er hinter der Leistung der RTX 5090 (3.352 TOPS) zurück – ist aber für seine Größe einzigartig. Der DGX Spark ist kein „AI-PC“ im klassischen Sinne, sondern ein spezialisiertes Werkzeug für ernsthafte KI-Entwicklung. Er läuft auf einer Ubuntu-basierten Linux-Distribution und ist nicht für Windows- oder Consumer-Anwendungen ausgelegt. Ziel ist es, die KI-Entwicklung dezentral zu fördern – von Laboratorien bis hin zu Start-ups – und so die Innovationsgeschwindigkeit zu beschleunigen. Obwohl der Preis hoch ist, soll er gezielt Entwickler ansprechen, die tief in die KI-Technologie einsteigen wollen, nicht nur oberflächliche Anwendungen nutzen. Mit dieser Plattform setzt NVIDIA einen neuen Maßstab für lokale KI-Computing-Kapazität und zeigt, dass die Zukunft der KI nicht nur in den Cloud-Datacentern, sondern auch auf dem Schreibtisch beginnt.

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