Künstliche Intelligenz entwickelt neuartige, schneller trocknende Farbe und duftende Seife
PPG, ein führender Hersteller von Lacken und Beschichtungen, hat erstmals ein Produkt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz entwickelt – einen schneller trocknenden Lack. Dabei nutzte das Unternehmen eine umfassende Datenbank, die alle bisherigen Produkte von PPG enthält, kombiniert mit den fundamentalen Gesetzen der Chemie. Diese Kombination ermöglichte es dem KI-System, chemische Strukturen zu analysieren, Muster zu erkennen und neue, potenziell verbesserte Formulierungen vorzuschlagen. Im Fokus stand dabei die Entwicklung eines Lackes, der schneller trocknet, ohne dabei die Qualität oder Haltbarkeit zu beeinträchtigen. Der KI-generierte Vorschlag wurde anschließend in Laborexperimenten getestet und validiert. Das Ergebnis: ein neuer Lack, der innerhalb kürzerer Zeit aushärtet – ein entscheidender Vorteil für industrielle Anwendungen, wo Produktionsgeschwindigkeit und Effizienz entscheidend sind. Parallel dazu setzte PPG die gleiche KI-Plattform auch bei der Entwicklung eines neuen Seifens ein, das nicht nur effektiver reinigt, sondern auch ein angenehmeres Aroma verströmt. Hierbei analysierte die KI tausende chemischer Verbindungen, um Duftmuster zu identifizieren, die für Verbraucher besonders ansprechend sind, ohne auf synthetische oder allergieauslösende Inhaltsstoffe zurückzugreifen. Die KI berücksichtigte dabei nicht nur chemische Eigenschaften, sondern auch sensorische Daten aus früheren Verbraucherfeedbacks. Das resultierende Seifenprodukt überzeugt durch eine frische, natürliche Duftnote und verbesserte Hautverträglichkeit. Die Initiative markiert einen Wendepunkt in der Produktentwicklung bei PPG: Statt monatelanger experimenteller Versuche mit manueller Formulierung können KI-Modelle in Tagen oder Wochen tausende mögliche Kombinationen simulieren und die vielversprechendsten Vorschläge identifizieren. Dies beschleunigt den Entwicklungszyklus erheblich und reduziert die Abfallquote bei erfolglosen Versuchen. Zudem ermöglicht die KI-Integration, dass chemische Innovationen auf einem höheren Niveau der Präzision und Vorhersagbarkeit erfolgen. Branchenexperten sehen in diesem Schritt eine neue Ära der Materialwissenschaften. „Die Kombination aus tiefgehender chemischer Wissensbasis und KI ist revolutionär“, sagt Dr. Lena Müller, Chemieexperte an der TU Berlin. „Es ist nicht mehr nur die Frage, was möglich ist, sondern was sinnvoll, nachhaltig und marktfähig ist – und genau hier zeigt die KI ihre Stärke.“ PPG positioniert sich damit als Vorreiter in der digitalen Produktentwicklung, wobei das Unternehmen nun auch an weiteren KI-gestützten Projekten arbeitet, darunter umweltfreundliche Beschichtungen und selbstreinigende Oberflächen. Die Erfolge bei Lack und Seife unterstreichen, dass KI nicht nur in der Software- oder Automobilindustrie, sondern auch in der chemischen Industrie eine zentrale Rolle bei der Innovation spielt.
