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AMD Ryzen AI Max 'Gorgon Halo' mit bis zu 192GB Unified Memory

AMD hat seine große SoC-Linie mit dem Ryzen AI Max 400, auch codiert als „Gorgon Halo", aufgefrischt. Dieses Update der bereits erhältlichen Ryzen AI Max 300 „Strix Halo"-Chips ist eine gezielte Weiterentwicklung für leistungsstarke Workstations und KI-Anwendungen. Das wichtigste Merkmal dieser neuen Prozessoren ist die Unterstützung von bis zu 192 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher. Diese massive Speicherkapazität erlaubt es den x86-Prozessoren, lokale Sprachmodelle mit mehr als 300 Milliarden Parametern auszuführen, eine Kategorie, in der sie derzeit ohne direkten x86-Wettbewerb agieren. Die drei verfügbaren Modelle der neuen Reihe nutzen durchgehend Zen-5-CPU-Kerne, RDNA-3.5-GPUs und den XDNA-2-NPU für KI-Aufgaben. Das Flaggschiff, der Ryzen AI Max+ Pro 495, bietet 16 Kerne und 32 Threads mit einer Taktfrequenz von bis zu 5,2 GHz sowie 80 MB Cache. Die Varianten Pro 490 und Pro 485 reduzieren die Kernzahl auf 12 bzw. 8, behalten aber die gleiche Grafikarchitektur bei. Obwohl AMD zunächst nur die „Pro"-Versionen für den Unternehmensmarkt ankündigte, bleibt unklar, ob eine Version für Endverbraucher folgen wird. Interessanterweise verzichtet AMD bei den mittleren und unteren Modellen vorerst auf die 40 Compute Units der GPUs, die bei den Vorgängermodellen eingeführt wurden, und behält stattdessen 32 CUs bei. Ein zentrales Verkaufsargument für die Serie ist die Flexibilität des Unified Memory. Unabhängig von der Konfiguration können bis zu 160 GB als VRAM für die GPU genutzt werden, während 32 GB für das Betriebssystem reserviert bleiben. Die Systeme, die diese Chips integrieren, werden voraussichtlich ab dem dritten Quartal 2026 von verschiedenen OEM-Partnern vorgestellt, wobei AMD bereits die Zustimmung mehrerer Hersteller bestätigt hat. Bereits im Juni werden Vorbestellungen für das erste kommerzielle Gerät mit dieser Technologie eröffnet, den Ryzen AI Halo. Diese kompakte Einheit basiert auf dem Ryzen AI Max+ 395 mit 128 GB Speicher und 2 TB SSD und ist ab einem Preis von 3.999 US-Dollar erhältlich. Im direkten Vergleich zur Konkurrenz von Nvidia, dem DGX Spark, bietet das AMD-System eine signifikant günstigere Basis für KI-Workloads. Laut Angaben von AMD übertrifft das System unter Linux bei der Verarbeitung von Tokens bestimmte Modelle um bis zu 14 Prozent gegenüber der Nvidia-Lösung. Zudem wird eine hohe Effizienz beworben: Bei intensiver Nutzung könnte sich die Investition in sechs Monaten amortisieren, da erhebliche Cloud-Kosten gespart werden sollen. Die Hardware des Ryzen AI Halo ist trotz ihrer kompakten Abmessungen von weniger als zwei Zoll Höhe sehr leistungsfähig. Sie verfügt über Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, 10-Gbps-Ethernet und drei USB-C-Anschlüsse. Das Gerät unterstützt sowohl Windows als auch Linux, wobei der Fokus aufgrund der Rechenleistung stark auf Linux-basierten Umgebungen liegt. Während die genaue Verfügbarkeit der zukünftigen Ryzen AI Max 400-Systeme noch nicht finalisiert ist, deutet alles darauf hin, dass sich AMD mit dieser Plattform gezielt an Entwickler und Unternehmen richtet, die lokale KI-Modelle ohne massive Cloud-Infrastruktur betreiben möchten.

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