AMD erreicht 46% Server-x86-Umsatz, Intel dominiert PC-Markt
Im ersten Quartal 2026 erzielte AMD erhebliche Fortschritte auf dem Markt für x86-Prozessoren und festigte seine Position als kritischer Konkurrent von Intel. Laut Daten von Mercury Research, die von Tom's Hardware analysiert wurden, stieg der Marktanteil von AMD bei Server-CPUs an und erreichte einen neuen Rekordwert von 33,2 % bei den gelieferten Einheiten. Noch deutlicher fiel die Entwicklung bei den Einnahmen aus: Der Umsatzanteil von AMD an Server-CPUs kletterte auf 46,2 %, was bedeutet, dass das Unternehmen nun fast die Hälfte aller Einnahmen aus dem x86-Server-Markt generiert, obwohl es nur etwa ein Drittel der physischen Chips liefert. Dieser enorme Unterschied zwischen Einheitenanteil und Umsatzanteil spiegelt die höhere durchschnittliche Verkaufspreis von AMDs EPYC-Prozessoren sowie die große Nachfrage nach leistungsstarken Konfigurationen mit vielen Kernen wider. Im Segment für Client-Systeme, also Desktops und Notebooks, verlief das Quartal differenziert. Während AMD seine Position in Notebooks weiter ausbaute und einen neuen Spitzenwert von 28,3 % beim Einheitenmarktanteil erreichte, gab es auf dem Desktop-Markt eine leichte Korrektur nach dem extrem starken vierten Quartal des Vorjahres. Der Einheitenanteil bei Desktop-CPUs sank von 36,4 % auf 33,2 %, lag jedoch weiterhin deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals. Intel konnte seine Position auf dem Desktop-Markt leicht zurückgewinnen und erreichte nun 66,8 % des Einheitenmarktes, bleibt aber weit hinter dem Wert von vor einem Jahr zurück. Beim Umsatzanteil im Client-Bereich zeigte AMD jedoch weiterhin Stärke. Der Anteil von AMD erreichte 31,4 % bei allen Client-CPUs, was auf eine hohe Nachfrage nach Premium-Prozessoren hindeutet. Insgesamt kontrolliert AMD nun 38,1 % des gesamten x86-Marktwertes. Intel hält zwar immer noch die Führung bei den gesamten Lieferungen im Client-Bereich mit einem Anteil von 70,4 %, doch dieser Wert ist im Jahresvergleich von 75,9 % zurückgegangen. Bei den Einnahmen aus Client-CPUs liegt Intel weiterhin mit rund 69 % an der Spitze, verliert jedoch kontinuierlich an Boden gegenüber AMD. Die Zukunft könnte durch die im zweiten Halbjahr geplante Einführung der neuen Intel-Prozessoren der Nova-Lake-Serie für Client-Systeme geprägt werden, auf die das Unternehmen große Hoffnungen setzt. Bislang konnte AMD jedoch insbesondere in den profitabelsten Bereichen, wie Servern und Premium-Laptops, stark zulegen. Intel dominiert zwar weiterhin den größten Teil der Lieferungen, verliert aber zunehmend an Relevanz in Bezug auf Umsatzanteile und Marktanteile im Hochpreissegment. Die ersten Quartalsdaten von 2026 belegen, dass AMD die Marktstruktur nachhaltig verändert und seine Wettbewerbsfähigkeit in den entscheidenden Bereichen stetig ausbaut.
