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Karpathy prophezeit: Vibe Coding verändert die Softwarebranche

Andrej Karpathy, ehemaliger KI-Leiter bei Tesla und Mitbegründer von OpenAI, hat erneut Aufmerksamkeit auf sich gezogen, indem er seine Vision für die Zukunft der Softwareentwicklung mit dem Begriff „Vibe Coding“ weiterentwickelt. Ursprünglich im Februar dieses Jahres in einem Tweet geprägt, hat der Begriff innerhalb kürzester Zeit die Softwarebranche erfasst und eine Debatte über die Rolle von KI in der Programmierung ausgelöst. Karpathy beschreibt Vibe Coding als eine neue Ära, in der Programmieren nicht mehr ausschließlich auf hochqualifizierte Fachkräfte beschränkt ist, sondern auch von Menschen ohne tiefgehende technische Ausbildung genutzt werden kann. „Mit Vibe Coding ist Programmieren nicht mehr nur für Experten reserviert“, schreibt er, und betont, dass „normale Menschen von KI-Modellen mehr profitieren als Profis, Unternehmen oder Regierungen“. Die Praxis basiert auf der Nutzung von KI-Code-Generatoren wie Cursor, Claude Code oder OpenAI’s Codex, die Entwicklern helfen, Code schneller zu schreiben, zu testen und zu deployen. Karpathy sieht darin eine Revolution: Vibe Coding ermögliche es Fachleuten, viel mehr Software zu erstellen, die sonst nie entstanden wäre. Gleichzeitig verändere es die Natur des Codes selbst – er sei „frei, flüchtig, verformbar, nach einmaligem Gebrauch verwendbar“. Diese Art von Software, so Karpathy, werde die Branche „terraformen“ und bestehende Berufsbilder grundlegend verändern. Interessant ist, dass der Begriff selbst aus einer spontanen Gedankenblitz-Überlegung im Duschen entstand – „amüsant, dass ich den Begriff in einem Dusch-Tweet völlig ahnungslos erfunden habe, wie weit er gehen würde“, schreibt Karpathy. Trotz der begeisternden Perspektive bleibt die Effizienz von Vibe Coding umstritten. Eine Studie des METR-Teams aus Juli zeigte, dass AI-Code-Tools bei erfahrenen Entwicklern die Produktivität sogar um 19 % senkten, da die Nutzer übermäßiges Vertrauen in die KI entwickelten und von einer 20-prozentigen Steigerung erwarteten, die sich nicht einstellte. Trotzdem ist unbestritten, dass Vibe Coding neue Formen von Technologieproduktion ermöglicht. So hat Twitter-Gründer Jack Dorsey in diesem Jahr eine neue Messaging-App mit Vibe Coding entwickelt, und Laien können nun innerhalb von Stunden oder Minuten Apps bauen, testen und sogar verkaufen. Karpathy lobt zudem spezifische Entwicklungen wie Google Gemini’s Nano Banana-Modell für Bilder und sieht in Claude Code die erste überzeugende Demonstration eines echten KI-Agenten. Für ihn war 2025 ein „aufregendes und leicht überraschendes Jahr für große Sprachmodelle“. Industrieexperten sehen in Vibe Coding eine doppelte Entwicklung: Einerseits eine Demokratisierung der Softwareerstellung, andererseits eine Herausforderung für Qualitätskontrolle und langfristige Wartbarkeit. Karpathy bleibt eine zentrale Figur in der KI-Debatte – nicht nur als Techniker, sondern als Visionär, der die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine neu definiert.

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