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OpenAI stellt Sora nach nur sechs Monaten Betrieb ein

OpenAI kündigte am Dienstag die Einstellung seiner Social-Media-App „Sora" an. Die App, vergleichbar mit TikTok, war nur sechs Monate im Umlauf. Obwohl OpenAI keine genauen Gründe für die Schließung nannte und kein offizielles Datum für den Abverkauf bekanntgab, steht fest, dass das Marktecho enttäuschend ausfiel. Ursprünglich als „Einladungs-only"-Produkt gestartet, bot Sora KI-generierte Kurzvideos an. Seine Kernfunktion namens „Charaktere" (ursprünglich „Cameo", wegen Markenrechtsstreitigkeiten umbenannt) ermöglicht es Nutzern, durch Gesichtsscans realistische digitale Avatar-Videos zu erstellen. Aufgrund mangelnder wirksamer Inhaltsmoderation entwickelte sich die Plattform jedoch schnell zum Nährboden für Deepfakes. Bei der frühen Einführung waren in der App zahlreiche nicht autorisierte Videos von Prominenten verbreitet, darunter gefälschte Aufnahmen des verstorbenen Bürgerrechtlers Martin Luther King Jr. sowie des Schauspielers Robin Williams, was heftige Proteste seitens deren Familien zur Folge hatte. Anschließend nutzten Nutzer urheberrechtlich geschützte Figuren, um gegen Regeln verstoßende Inhalte zu erzeugen. Dies führte zwar dazu, dass Disney und OpenAI eine Lizenzvereinbarung über Milliardenhöhe schlossen, doch dieses Geschäft scheiterte endgültig mit dem Ende der Anwendung, ohne dass jemals Zahlungen tatsächlich floss. Daten zeigen, dass Sora seinen Download-Höchststand im November erreichte, mit rund 3,3 Millionen Downloads, bis Februar sank diese Zahl jedoch auf etwa 1,1 Millionen – ein Volumen weit unterhalb dessen von ChatGPT. Zwar generierte die App durch In-App-Käufe Einnahmen von ca. 2,1 Millionen US-Dollar, doch die hohen Rechenkosten gepaart mit stagnierendem Wachstum könnten sie dennoch zur Belastung für das Unternehmen werden lassen. Der Abschluss von Sora bedeutet keineswegs, dass die Bedrohung durch KI-basierte Videogenerierungstechnologien verschwunden ist. Das dahinterstehende Modell „Sora 2" bleibt weiterhin über kostenpflichtiges Abo bei ChatGPT nutzbar, während andere Unternehmen rasch damit beginnen, ähnliche soziale KI-Videoanwendungen zu entwickeln. Mit zunehmender Verbreitung dieser Generierungstechnologie bleiben Sicherheits- und Rechtsfragen im Zusammenhang mit Deepfake-Videos weiterhin ein zentraler Fokus gesellschaftlicher Debatten.

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