Apple kauft israelisches AI-Startup Q.ai für 2 Milliarden Dollar
Apple hat den israelischen KI-Startup Q.ai für fast zwei Milliarden Dollar übernommen, was zu einem der größten Tech-Deals der letzten Jahre zählt. Die Akquisition stellt einen weiteren Schritt in Apples strategischer Ausweitung im Bereich künstlicher Intelligenz dar, insbesondere im Bereich Audio- und Spracherkennungstechnologie. Q.ai, gegründet 2022 und mit Investoren wie Kleiner Perkins und Gradient Ventures, entwickelt fortschrittliche maschinelle Lernmodelle, die es Geräten ermöglichen, flüsternde Sprache präzise zu erfassen und Audio in lauten Umgebungen zu verbessern – ein entscheidender Vorteil für Produkte wie AirPods und das Vision Pro Headset. Die Technologie von Q.ai könnte die Live-Übersetzungsfunktion in AirPods weiter verfeinern und gleichzeitig neue Möglichkeiten für die Interaktion mit Geräten eröffnen, etwa durch die Erkennung subtiler Gesichtsmuskulaturbewegungen. Diese Fähigkeit könnte die Benutzererfahrung im Vision Pro revolutionieren, indem sie kontextabhängige Steuerung ohne physische Eingaben ermöglicht. Die Übernahme unterstreicht Apples zunehmende Fokussierung auf Hardware-Software-Integration, um im globalen KI-Wettlauf mit Meta und Google zu bestehen. Der CEO von Q.ai, Aviad Maizels, ist bereits zum zweiten Mal mit einem Startup an Apple verkauft – 2013 hatte er PrimeSense, ein Unternehmen für 3D-Sensortechnologie, an Apple verkauft, das maßgeblich zur Entwicklung der Face ID-Funktion auf iPhones beigetragen hat. Die gesamte Führungsetage von Q.ai, einschließlich der Mitgründer Yonatan Wexler und Avi Barliya, wird nun Teil des Apple-Teams. Die Übernahme erfolgt knapp vor Apples erstem Quartalsbericht seit dem Start des neuen Geschäftszyklus. Analysten prognostizieren Einnahmen von rund 138 Milliarden Dollar und eine starke Wachstumsrate bei den iPhone-Verkäufen – das stärkste Wachstum seit vier Jahren. Die Akquisition von Q.ai signalisiert, dass Apple nicht nur auf Software- und Cloud-basierte KI-Lösungen setzt, sondern auch in grundlegende Hardware- und Sensortechnologien investiert, um langfristig führend zu bleiben. Industrieanalysten sehen in der Übernahme eine klare Strategie: Apple will KI nicht nur nutzen, sondern kontrollieren – durch eigene Technologien, die direkt in Geräte integriert sind. Die Fähigkeit, Sprache und Bewegung präzise zu erkennen, könnte künftig auch in der Gesundheitsüberwachung, in Smart-Home-Systemen und im Bereich assistiver Technologien eine Rolle spielen. Q.ai wird wahrscheinlich in Apples KI-Entwicklungslabor in Israel angesiedelt, wo es weiterhin an fortschrittlichen Audio- und Sensoralgorithmen arbeiten wird. Die Transaktion unterstreicht, dass Apple bei der KI-Revolution nicht nur mitspielen, sondern die Richtung vorgeben will.
