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Trump will tech-Konzerne für neue Kraftwerke verpflichten

Präsident Donald Trumps Administration plant, große Technologieunternehmen dazu zu verpflichten, die Kosten für den Bau neuer Kraftwerke im Rahmen des größten Stromnetzes der USA, der PJM Interconnection, zu tragen. Die Initiative, die am Freitag offiziell vorgestellt werden soll, zielt darauf ab, die dramatisch gestiegenen Strompreise in der Region zu bekämpfen, die maßgeblich durch den Expansionsdruck von Rechenzentren für künstliche Intelligenz verursacht werden. Die PJM-Netzgesellschaft versorgt über 65 Millionen Menschen in 13 Bundesstaaten und Washington, D.C., darunter den Großraum Nord-Virginia – weltweit das größte Zentrum für Rechenzentren. Laut einer White House-Quelle soll eine Notversteigerung durchgeführt werden, bei der Tech-Firmen um Verträge für neue Stromerzeugung konkurrieren. Energiewirtschaftsminister Chris Wright, Innenminister Doug Burgum und bi-parteiliche Gouverneure werden das Konzept am Freitag vorstellen. Die White House-Sprecherin Taylor Rogers betonte, dass die Maßnahme Teil eines „beispiellosen, bi-parteilichen Bemühens“ sei, um strukturelle Schwächen im Energiemarkt zu beheben, Preisanstiege zu verhindern und das Risiko von Blackouts zu senken. Die Initiative folgt auf wachsende Besorgnis über die Auslastung des Stromnetzes: Laut dem Analyseunternehmen Monitoring Analytics entfallen bereits 23 Milliarden Dollar der zusätzlichen Kapazitätskosten auf Datenzentren. Diese Kosten werden letztlich auf die Verbraucher umgelegt – ein Vorgang, den der Watchdog als „massive Vermögensverschiebung“ bezeichnete. Die PJM-Netzgesellschaft lag bei ihrer jüngsten Ausschreibung für 2027 sechs Gigawatt unter ihrem zuverlässigen Bedarfsniveau – eine Lücke, die etwa der Leistung von sechs Großkernkraftwerken entspricht. Abe Silverman, ehemaliger General Counsel des öffentlichen Versorgungsamts von New Jersey unter dem Demokraten Phil Murphy, warnte, dass die derzeitige Situation die Wahrscheinlichkeit von Stromausfällen erheblich erhöht: „Anstatt dass ein Blackout alle zehn Jahre auftritt, sehen wir jetzt eine deutlich höhere Häufigkeit.“ Die steigenden Energiekosten spielten auch eine zentrale Rolle bei den Wahlerfolgen der Demokraten Mikie Sherrill und Abigail Spanberger in New Jersey und Virginia, wo Wähler die hohe Belastung durch Stromrechnungen als zentrales Problem ansahen – trotz Trumps Versprechen, Energiepreise zu senken. Die vorgeschlagene Lösung, die Kosten für Infrastrukturinvestitionen direkt auf die Nutzer – hier die Tech-Unternehmen – abzuwälzen, ist umstritten. Kritiker warnen vor einer Belastung der Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Tech-Unternehmen und möglichen rechtlichen Herausforderungen. Unterstützer sehen dagegen eine notwendige Korrektur, um die Infrastruktur vor Überlastung zu schützen. Die Entscheidung könnte weitreichende Auswirkungen auf die Zukunft der Datenzentren-Entwicklung und die Energiepolitik in den USA haben.

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