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Langford verlässt Microsoft; AI-Frontiers-Gruppe endet

John Langford, leitender Forschungsmanager bei Microsoft Research New York, hat Microsoft verlassen und zugleich das Ende der Forschungsgruppe AI Frontiers bekanntgegeben. Die etwa 50-köpfige Gruppe war 2023 gegründet worden, um nach dem Durchbruch von ChatGPT die Erforschung von KI-Agenten innerhalb von Microsoft Research systematischer voranzutreiben. Anfang September wurde sie aus Microsoft Research ausgegliedert und Microsoft AI zugeordnet. Langford teilte mit, er habe vor seinem Abgang versucht, den Mitgliedern seines Teams nach Möglichkeit neue Positionen zu vermitteln. Angaben zum offiziellen Status der Gruppe oder zur weiteren Verteilung der verbliebenen Mitarbeiter machte er nicht. Ein Schwerpunkt der Arbeit lag auf der Entwicklung zuverlässiger KI-Agenten. Langford nannte unter anderem Autogen, ein Rahmenwerk zur Koordination mehrerer Agenten, sowie Fara, einen Agenten, der Aufgaben über die Steuerung eines Computers ausführt. Zudem untersuchte die Gruppe Methoden, um Modelle ohne alleinige Abhängigkeit von Größenwachstum zu verbessern. Kritisch äußerte sich Langford zur Ausrichtung von Microsoft AI. Diese konzentriere sich stärker auf Skalierung, Datensammlung und Datenverfeinerung als auf Grundlagenforschung. Er räumte ein, dass Skalierung wirtschaftlich kalkulierbarer wirken kann, bezeichnete einen rein skalierenden Ansatz aber als fehlgeleitet. Aus seiner Sicht sollten Skalierung und Grundlagenforschung parallel betrieben werden, nicht zugunsten eines der beiden Pole aufgegeben werden. Seinen Wechsel begründete Langford vor allem mit fehlenden Wegen von der Forschung zur praktischen Anwendung. Er habe in seiner Rolle Innovationen nicht mehr ausreichend nutzen lassen oder ernsthaft prüfen können. Eine Rückkehr zu Microsoft Research erschien ihm wenig attraktiv, weil er auch dort keinen verlässlichen Pfad von der Forschung zu Produkten oder Diensten sah. Er betonte, in einem Unternehmen nicht arbeiten zu wollen, in dem seine Forschung keine Möglichkeit zur realen Nutzung habe. Außerdem kündigte er an, dass die Gruppe im kommenden Jahr keine Praktikumsplätze anbieten werde. Langford gehört zu den prägenden Persönlichkeiten von Microsoft Research New York und ist Mitentwickler der Machine-Learning-Bibliothek Vowpal Wabbit. Für seine Arbeit zu kontextbezogenen Algorithmen für personalisierte Nachrichtenempfehlungen erhielt er 2023 bei der Web Conference einen Preis für die anhaltende Wirkung seiner Forschung. Der Vorgang fällt in eine Phase weiterer personeller Umbrüche bei Microsoft. Zuletzt stand auch der geplante Abgang von Ryan Roslansky im Raum, dem früheren Geschäftsführer von LinkedIn und späteren Verantwortlichen für Office und Teams. Zudem wechselte Eric Boyd, früher Leiter der KI-Plattform, zu Anthropic. Eine ursächliche Verbindung zu Langfords Abgang ist nicht belegt; die Beispiele deuten jedoch auf einen breiteren Wandel in Microsofts Forschungs- und KI-Organisation hin.

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