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Agenter AI: Hauptbarrieren sind Technik und Sicherheit, nicht Widerstand der Mitarbeiter

Agenter AI wird nicht durch Mitarbeiterwiderstand gebremst, sondern durch technische, sicherheitstechnische und organisationale Herausforderungen. Eine Umfrage von The Information unter 281 Lesern zeigt, dass nur 14 % der Befragten Widerstand der Belegschaft als Hauptbarriere für die Einführung agenter KI nennen – deutlich unter den anderen Hindernissen. Stattdessen dominieren Bedenken hinsichtlich Daten- und Cybersicherheit, die mangelnde Reife der verfügbaren Produkte sowie die Schwierigkeit, konkrete, wertschöpfende Anwendungsfälle zu identifizieren. Viele Unternehmen stoßen dabei auf ein Dilemma: Sie suchen nach klaren ROI-Belegen, doch ohne Pilotprojekte oder klare Nutzungsszenarien gelingt es kaum, den Nutzen nachzuweisen. Trotz dieser Hürden erwarten die Befragten weitreichende Vorteile: Die überwiegende Mehrheit sieht in agenter KI eine Steigerung der operativen Effizienz, über die Hälfte erwartet Kostensenkungen, Innovation und verbesserte Entscheidungsfindung. Spezifische Einsatzfelder liegen vor allem in der Automatisierung von Arbeitsabläufen, der Datenanalyse und der Erzeugung von Erkenntnissen. Auch in Bereichen wie Kundenservice, Content-Erstellung und Softwareentwicklung sehen viele Unternehmen Potenzial. Jake Burns, AWS Executive in Residence, betont, dass der größte langfristige Wert nicht in der Kosteneinsparung, sondern in der Schaffung bisher unmöglicher Fähigkeiten liegt – etwa durch neue Geschäftsmodelle oder intelligente Prozessinnovationen. Ein zentrales Problem ist jedoch die fehlende Ausbildung. Obwohl Mitarbeiter oft selbst KI-Tools wie ChatGPT nutzen, führt eine schlecht geplante Unternehmensimplementierung zu Frustration. Burns warnt: Wenn KI als „Easy Button“ missverstanden wird, führt das zu schlechten Ergebnissen und verfestigt Skepsis. Der Erfolg hängt entscheidend von Investitionen in Schulungen, kontinuierliches Lernen und die Schaffung sicherer, unternehmensspezifischer Umgebungen ab. Die Sicherheit der Daten und die Zuverlässigkeit der KI-Ausgaben bleiben zentrale Sorgen – insbesondere bei der Nutzung von LLMs, die bei der Skalierung von Proof-of-Concepts oft an ihre Grenzen stoßen. Organisationen reagieren mit Pilotprojekten, der Identifikation interner KI-Champions und der Beteiligung von Mitarbeitern. Burns betont, dass man solche „Rebellen“ nicht suchen, sondern entdecken muss: Wer experimentiert, Risiken eingeht und Ergebnisse liefert, ist der richtige Kandidat. Die Schaffung eines unternehmensinternen „Sandbox“-Umgebungen ermöglicht es, solche Talente zu fördern und gleichzeitig bewährte Anwendungsfälle zu entwickeln. Insgesamt zeigt die Umfrage, dass der Widerstand gegen KI in der Belegschaft weit unterschätzt wird. Die eigentlichen Hürden liegen in der technischen Reife, der Sicherheit und der fehlenden strategischen Orientierung. Unternehmen, die diese Herausforderungen ernst nehmen und in Bildung, Infrastruktur und Kultur investieren, haben die besten Chancen, die Potenziale agenter KI zu realisieren. Die Zukunft der KI liegt nicht in der Angst vor Veränderung, sondern in der Fähigkeit, sie bewusst und verantwortungsvoll zu gestalten. Die Umfrage basiert auf einer Stichprobe von 281 Lesern von The Information im August 2025. Die Befragten stammten aus verschiedenen Branchen – vor allem aus Technologie, Medien und Kommunikation (43 %), gefolgt von Beratung (17 %), Finanzdienstleistungen (13 %) und Gesundheitswesen (6 %). Die Unternehmen reichten von Start-ups mit Umsätzen unter 10 Mio. USD bis hin zu Großkonzernen mit mehr als 1 Mrd. USD Jahresumsatz. Die wichtigsten Funktionen waren General Management (23 %), IT (15 %), Engineering (14 %) und Marketing (13 %). Die häufigsten Titel waren CEO/Owner (30 %), Director (20 %) und SVP/VP (11 %).

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