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Adobe stellt KI-Tool für schnelle Videocuts vor

Adobe stellt mit Firefly eine neue KI-gestützte Videobearbeitungsfunktion namens Quick Cut vor, die es Nutzern ermöglicht, automatisch eine erste Schnittfassung aus Videoclips zu erstellen. Die Funktion steht ab sofort in der Beta-Version im Firefly-Videobearbeitungstool zur Verfügung und zielt darauf ab, Kreativen die mechanische Arbeit beim Erstellen von Rohschnitten zu erleichtern. Anstatt mit einer leeren Timeline zu beginnen, können Nutzer ihre eigenen B-Roll-Aufnahmen hochladen oder KI-generierte Clips erstellen und diese über Textanweisungen strukturieren. So kann beispielsweise ein Podcast, Interview oder Produkttest automatisch zusammengestellt werden, wobei der KI-Tool spezifische Momente hervorhebt, wie etwa Aussagen, die besonders relevant oder unterhaltsam sind. Die Funktion nutzt generative KI, um die Clips logisch und narrativ sinnvoll zu verknüpfen, basierend auf einfachen Eingaben wie der gewünschten Länge, dem Seitenverhältnis oder der Art des Inhalts. Zudem ist eine Transkriptionsbasierte Bearbeitung integriert, sodass Nutzer direkt aus dem Text heraus Schnitte vornehmen oder Anpassungen vornehmen können. Adobe betont, dass Quick Cut nicht als Ersatz für eine professionelle, fein abgestimmte Endfassung gedacht ist, sondern als Werkzeug, um schnell eine funktionale erste Version zu erstellen – „von ‘Ich habe Clips’ zu ‘Ich habe einen Schnitt, an dem ich arbeiten kann‘“, wie Mike Polner, Head of Product Marketing für Kreative, sagt. In einer Demonstration wurde ein Rezensionsvideo für ein Gaming-Controller-Produkt innerhalb von Sekunden zusammengestellt. Obwohl der erste Schnitt noch deutliche Verbesserungen erforderte – etwa bei Übergängen oder Tonabstimmung – war der Prozess deutlich schneller als die manuelle Montage. Laut Mike Folgner, Senior Director of Product Management bei Adobe, geht es nicht darum, Kreativität zu ersetzen, sondern die kreativen Prozesse zu beschleunigen: „Es gibt Teile der Videobearbeitung, die wirklich langweilig und nicht kreativ sind. Wir nutzen generative und assistive KI, um die Kreativen schneller zu einem Ergebnis zu bringen, an dem sie sich weiter ausprobieren können.“ Die Einführung von Quick Cut unterstreicht Adobes Strategie, KI-Technologien in die tägliche Arbeit von Content-Erstellern zu integrieren, ohne deren Kontrolle zu opfern. Die Funktion ist Teil einer größeren Bewegung im Bereich KI-gestützter Medienproduktion, bei der Tools zunehmend dazu dienen, die Vorbereitungsphase zu verkürzen, damit Kreative mehr Zeit für künstlerische Entscheidungen haben. Adobe positioniert sich damit weiterhin als führender Anbieter in der KI-Unterstützung für kreative Berufe – neben Tools wie Firefly für Bildgenerierung und Sensei für automatisierte Bearbeitungsfunktionen. Experten sehen in Quick Cut ein vielversprechendes Werkzeug, das insbesondere für Influencer, Content-Teams und kleine Produktionsstudios wertvolle Zeit sparen kann, solange die KI-Resultate als Ausgangspunkt, nicht als Endprodukt, betrachtet werden.

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