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Uber, Lyft und DoorDash steigern Investitionen in selbstfahrende Technik

Uber, Lyft und DoorDash planen, erhebliche Mittel in autonome Fahrzeugtechnologie zu investieren, um Robotaxi und Lieferroboter wie Dot von DoorDash breiter einzusetzen. Während selbstfahrende Fahrzeuge bereits in einigen US-Städten unterwegs sind, bleibt deren Skalierung aufgrund hoher Anfangsinvestitionen eine Herausforderung. In ihren jüngsten Quartalsberichten legten die Unternehmen erneut den Fokus auf ihre Pläne für autonome Systeme. Besonders auffällig war DoorDash, das angekündigt hat, 2026 „hunderte Millionen Dollar mehr“ als ursprünglich geplant in Schlüsselinitiativen, darunter autonome Lieferroboter, zu stecken. Der im Jahr 2024 vorgestellte Dot, ein stuhlgroßer Roboter, der sich selbstständig über Radwege und Bürgersteige bewegt, ist Teil dieser Strategie. CEO Tony Xu betonte auf der Ergebnispräsentation, dass die Entwicklung nicht über Nacht gelingen werde und erhebliche Vorinvestitionen nötig seien. Dennoch reagierte der Markt negativ: Die Aktie von DoorDash stürzte am Donnerstag um 17 % ab – der stärkste Ein-Tages-Verlust in der Unternehmensgeschichte. Lyft, das mit Waymo kooperiert, kündigte an, in Nashville eine Depotsanlage zu bauen, die für Ladevorgänge, Wartung und Lagerung von selbstfahrenden Fahrzeugen genutzt werden soll. Die Kosten für den Bau liegen zwischen 10 und 15 Millionen US-Dollar. CFO Erin Brewer betonte, dass solche physischen Infrastrukturen notwendig seien, um die Betriebsabläufe effizient zu gestalten. CEO David Risher hob hervor, dass die wirtschaftlichen Perspektiven (Unit Economics) in der autonomen Mobilität vielversprechend seien. Auch Uber, das derzeit mit autonomen Fahrzeugen noch Verluste erzielt, will die Investitionen steigern. CEO Dara Khosrowshahi erklärte, dass der Fokus auf Wachstum und Marktdurchdringung liege, nicht auf Sofortgewinn. Die Strategie folge dem Muster früherer Expansionsbemühungen, etwa im Bereich Moto, wo Motorradfahrten in ausgewählten internationalen Märkten angeboten werden. „Wir könnten diese Produkte morgen profitabel machen, aber es geht um die Balance zwischen Wachstum und Rentabilität“, so Khosrowshahi. Industrieanalysten sehen in der strategischen Investition in autonome Technologien eine notwendige, wenn auch riskante Wette auf die Zukunft der Mobilität und Logistik. Die hohen Anfangskosten und die ungewisse Regulierungslage stellen erhebliche Hürden dar. Dennoch deuten die Bemühungen der Gig-Plattformen darauf hin, dass die autonome Transformation nicht nur technologisch, sondern auch wirtschaftlich zentral für ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit ist. DoorDash, Uber und Lyft positionieren sich damit als Pioniere in einer Branche, die langfristig die Wege der urbanen Mobilität und Lieferketten verändern könnte.

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