AMD bestätigt AM5-Unterstützung bis 2029
AMD hat auf der Computex 2026 bestätigt, dass sein AM5-Sockel bis mindestens 2029 unterstützt wird. Dies stellt eine signifikante Verlängerung der bisherigen Verpflichtung dar, die ursprünglich nur bis 2027 reichte. Die Erweiterung des Support-Zeitraums lässt darauf schließen, dass der AM5-Standard noch mindestens zwei weitere Prozessor-Generationen aufweisen wird, was für Käufer von Ryzen-Prozessoren mit den Architekturen Zen 4 und Zen 5 eine wertvolle Perspektive auf längere Haltbarkeit bietet. Der AM5-Sockel wurde im Jahr 2022 mit der Einführung der Ryzen-7000-Serie und der Zen-4-Architektur vorgestellt. Damals versprach AMD eine Unterstützung bis mindestens 2025. Mit dem Erscheinen der Zen-5-Generation im Jahr 2027 wurde dieses Datum auf 2027+ verschoben. Die nun angekündigte Verlängerung bis 2029 markiert einen weiteren Sprung von zwei Jahren. Dabei bleibt offen, ob 2029 das definitive Enddatum ist oder ob auch hier ein unbestimmter Plus-Zeitraum hinzukommt. Eine Nachfrage bei AMD ergab, dass das Unternehmen zu zukünftigen Produkten oder der Roadmap keine Kommentare abgeben kann. Angesichts der bisherigen Rhythmen und der Ankündigung, dass Zen-6-Prozessoren noch in diesem Jahr in Rechenzentren eingeführt werden sollen, ist ein neuer Sockel-Gen für Endverbraucher in absehbarer Zeit wahrscheinlich. Sollte AMD an seinem zweijährigen Zyklus für folgende Generationen festhalten, würde dies bedeuten, dass der AM5-Sockel mit der Zen-7-Architektur seine Produktion um 2029 einstellt. Bisher wird Zen 7 für das Jahr 2028 erwartet, wobei sich solche Zeitpläne im Kontext des KI-Zeitalters und verschiebender Verbraucher-Launches ändern können. Parallel zur Verlängerung der Hardware-Unterstützung präsentierte AMD ein Upgrade für seine EXPO-Speicher-Technologie. EXPO Ultra Low Latency (ULL) ist eine neue Version des automatischen Übertaktungsprofils für Arbeitsspeicher und verspricht eine Leistungsoptimierung von durchschnittlich vier Prozent im Vergleich zur ersten EXPO-Generation. Noch deutlicher ausfällt der Unterschied im Vergleich zu reinen JEDEC-Standards für DDR5-Speicher, bei dem eine Steigerung von 13 Prozent angestrebt wird. Die Einführung von EXPO ULL ist für die nahe Zukunft angekündigt. Mehrere bekannte Hersteller von Arbeitsspeichermodulen, darunter G.Skill, Kingston, V-Color, Teamgroup, Lexar und XPG, haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert, die neue Technologie anzubieten. Eine exakte Startfreigabe wurde bisher nicht bestätigt. Diese Ankündigungen unterstreichen AMDs Strategie, Nutzer in seinem Ökosystem langfristig zu binden und gleichzeitig die Leistung von Systemen durch Software- und Speicher-Optimierungen weiter zu steigern, während die Konkurrenz um die besten CPUs für Gaming weiter intensiviert wird. Die Verlängerung der Plattform-Lebensdauer gibt Anwendern mehr Planungssicherheit für Upgrades, ohne dass sofort eine neue Platine notwendig wird.
