HP senkt Kosten: Tausende Entlassungen und Ausbau von KI
HP plantet, Millionen zu sparen, indem es Tausende Mitarbeiter entlässt und die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) massiv ausbaut. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Umstrukturierungsplans, der die Produktentwicklung und interne Geschäftsprozesse besonders betreffen soll. Laut internen Mitteilungen sollen bis zu 10.000 Stellen weltweit gestrichen werden – ein Schritt, der die Unternehmensstruktur effizienter und wettbewerbsfähiger machen soll. Die Entlassungen betreffen vor allem Bereiche, in denen sich KI-Tools bereits bewährt haben, wie beispielsweise Softwareentwicklung, Kundenservice und interne IT-Abteilungen. Der KI-Ausbau soll nicht nur Kosten senken, sondern auch die Produktivität steigern. HP setzt künftig verstärkt auf KI-gestützte Tools für die automatisierte Code-Generierung, Prozessoptimierung und Datenanalyse. In der Produktentwicklung sollen KI-Modelle die Entwurfszyklen verkürzen und die Fehlerquote reduzieren. Zudem wird die KI in der Lieferkette eingesetzt, um Nachfrageschwankungen präziser vorherzusagen und Lagerbestände zu optimieren. Die Investitionen in KI-Infrastruktur und -Trainingsprogramme für verbleibende Mitarbeiter werden in den kommenden Jahren erheblich steigen. Die Maßnahmen folgen auf eine Phase rückläufiger Umsätze und wachsender Wettbewerbsdruck im Bereich Drucker und PCs. Besonders die Nachfrage nach klassischen Druckern hat sich in den letzten Jahren stabilisiert, während Cloud-basierte Lösungen und mobile Geräte an Bedeutung gewinnen. HP versucht, sich neu zu positionieren, indem es sich stärker auf hochwertige, kundenspezifische Lösungen und Dienstleistungen konzentriert. Die Entlassungen haben bei Mitarbeitern und Gewerkschaften Kritik hervorgerufen. Ein Sprecher der Gewerkschaft verurteilte die Maßnahmen als „verantwortungslos“, da sie vor allem jüngere und mittlere Mitarbeiter treffen. Gleichzeitig räumt HP ein, dass die Umstrukturierung emotional belastend sei, betont aber, dass die Maßnahmen notwendig seien, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Industrieanalysten sehen in der KI-Strategie eine klare Trendwende. „HP reagiert auf die industrielle Digitalisierung, die in der Technologiebranche längst nicht mehr optional ist“, sagt Dr. Lena Meier, Technologieexperte bei der Beratungsfirma TechInsight. „Die Kombination aus Stellenabbau und KI-Integration ist ein typisches Muster bei etablierten Tech-Unternehmen, die sich an die neue Realität anpassen müssen.“ HP, gegründet 1939, ist ein globaler Anbieter von Druckern, PCs und IT-Lösungen mit Sitz in Palo Alto, Kalifornien. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 50.000 Menschen. Die Umstrukturierung wird in den nächsten 18 Monaten umgesetzt, wobei die KI-Integration schrittweise erfolgen soll. Obwohl die kurzfristigen Kosten steigen, rechnet HP mit einer signifikanten Verbesserung der Rentabilität ab 2026.
